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Hausgemachte Liköre – Wissen & Rezepte

Herbe Kräuterliköre wurden früher einmal als Heilschnäpse bezeichnet und vor allem in Klöstern angesetzt. Heute liegt es wieder im Trend, Liköre selber zu machen. Als leckeren Genuss für den Hausgebrauch oder originelle Geschenkidee. Wir haben viele schöne Likör-Rezepte, die du ausprobieren kannst.

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Achtung: Nur für Erwachsene, da Alkohol enthalten ist.

Rezepte für Liköre

Die Grundzutaten für selbstgemachte Liköre

Wenn du einen Likör ansetzen willst, brauchst du hochprozentigen und am besten hochwertigen Alkohol wie Weingeist, Wodka, Gin, Tequila oder Brandy. Dazu kommen Früchte oder Kräuter, Zucker oder Honig zum Süßen sowie je nach Geschmack Gewürze wie Nelken, Ingwer, Chili, Zimt, Vanille oder Zitronenabrieb.

Dabei sollte die Alkoholsorte die jeweilige Obstsorte möglichst gut ergänzen.

  • Cognac passt zu Mirabellen
  • Rum zu Pflaumen
  • Whisky zu Äpfeln
  • Wodka zu Zitrusfrüchten
  • Korn / Weingeist zu Beerenfrüchten

Die Hauptzutaten für cremige Liköre sind neben Alkohol Milch, Sahne oder Eier, die du zum Beispiel mit Schokolade, Marzipan, Lebkuchen, Kaffeebohnen oder Konfekt kombinieren kannst.

Liköre einfach selbst herstellen

Um einen fruchtigen Likör selber zu machen, gibst du einfach die gewaschenen und klein geschnittenen Früchte mit den Gewürzen und dem Zucker in ein Gefäß und übergießt sie mit dem Alkohol.

Als Faustregel gilt, dass auf 500 Gramm Früchte, 250 Gramm Zucker und 0,75 Liter Alkohol kommen. Dann das Gefäß mit einem Deckel luftdicht verschließen und je nach Fruchtsorte sowie gewünschter Geschmacksintensität einige Zeit lang ruhen lassen.

Die Wartedauer beträgt bei Beeren etwa drei Wochen, bei Kernobst etwa fünf und bei Steinobst im Schnitt sieben Wochen. Anschließend den aufgesetzten Likör erst durch ein Sieb und dann zusätzlich durch einen Kaffeefilter gießen, um das Obst, die Gewürze und die verbliebenen Schwebstoffe herauszufiltern.

Die richtigen Hilfsmittel

Als Ansatzgefäße eignen sich große Einweggläser mit Bügel- oder Schraubverschlüssen, die vorher sterilisiert werden müssen. Dafür solltest du die Gläser und Deckel entweder etwa zehn Minuten lang in einem Topf mit Wasser auskochen und anschließend gründlich trocknen oder zehn Minuten lang in den vorgeheizten Backofen stellen.

Auch die Flaschen, in die der Likör schließlich mit einem Trichter gefüllt wird, solltest du vorher richtig sterilisieren.

Wie lange dauert die Herstellung von Likör?

Viele Liköre müssen einige Wochen ziehen, bevor sie den perfekten Geschmack erhalten. Durch den hochprozentigen Alkohol ist das auch kein Problem, sie sind quasi konserviert. Am besten lagerst du sie an einem kühlen und trockenen Ort.

Cremige Liköre wie Baileys, Eierlikör, Marzipanlikör oder Schoko-Mint-Likör sind schnell selbst hergestellt. Meistens müssen sie nach dem Aufkochen nur noch abkühlen und sind dann sofort trinkbar.

Je nach Alkoholgehalt sind sie mehr oder weniger lange haltbar. Es gilt: Ab ca. 14% Alkoholgehalt haben Salmonellen keine Chance und du kannst deinen hausgemachten Schnaps ohne Probleme monatelang lagern. Bewahre sie am besten im Kühlschrank auf.

Übrigens: Die meisten Liköre haben zwischen 20 % und 30 % Alkoholgehalt.

Aktualisiert: 10. Nov 2023

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Susanne Queck

In unserer Redaktion sorge ich als erfahrene Köchin dafür, dass traditionelle Rezepte von alten Zubereitungsmethoden in die moderne Zeit übersetzt werden. Mein Anliegen ist es, die Rezepte alter Zeit auch für Koch- und Backanfänger einfach aufzubereiten. Zum Autorenprofil. Sieh dir auch den Oma Kocht Pinterest- und Instagram-Kanal an.