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Omas Zwetschgenkuchen

Zu Beginn der Zwetschgenernte backt Oma immer einen Zwetschgenkuchen, auch Zwetschgendatschi genannt. Unser leckerer Kuchen vom Blech wird mit Hefeteig gemacht und holt das Beste aus den Zwetschgen heraus. Dein Gaumen kann sich auf die Süße der Zwetschgen konzentrieren.

Omas Zwetschgenkuchen 1

Mit einem Sahnehäubchen ist Omas Kuchen ein besonderer Genuss. Unser Rezept für Zwetschgenkuchen kommt ohne viel Schnickschnack aus und bringt den Geschmack der saftigen Früchte voll zur Geltung.

Die Hauszwetschge, eine Pflaumensorte, ist die älteste Sorte, oval mit sichtbarer Fruchtnaht und ideal zum Backen. Mit dieser Sorte bleibt das volle Aroma und die ursprüngliche Form während des Backens erhalten. Runde Pflaumen sind für das Backen weniger geeignet. Sie verlieren beim Backen sehr viel Saft und der Kuchen weicht auf. Außerdem verwandelt sich die Süße der normalen Pflaumen in ein säuerliches Aroma.

Der richtige Hefeteig

Für einen leckeren Zwetschgenkuchen muss der Hefeteig locker und luftig sein. So ist das Hineinbeißen in den gebackenen Kuchen ein Vergnügen. Zwetschgenkuchen mit Trockenhefe wird zwar schneller fertig, aber frische Hefe macht deinen Teig viel lockerer. Du wirst sehen, das Mehr an Zeit wird sich lohnen!

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Tipp: Für einen guten Hefekuchen ist es wichtig, dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben.

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Einfacher Zwetschgenkuchen vom Blech

Klassischer Zwetschgenkuchen oder Pflaumenkuchen wird auf dem Blech gebacken. So wird der Hefeteig von unten leicht knusprig, bleibt dennoch locker und von oben sorgt eine dünne Schicht Zwetschgen für ein feines Aroma. Köstlich!

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Auch lecker aus der Springform.

Wenn du ihn in einer anderen Form backen willst, kannst du dies in der Springform oder einer anders geformten, flachen Form tun. Beachte bei einer Springform, dass sich die Backzeit verlängert. Mache hier unbedingt die Stäbchenprobe.

Stich dazu mit einem Holzstäbchen in den Teig und ziehe es heraus. Wenn noch feuchter Teig am Stäbchen klebt, braucht noch ein paar Minuten länger im Ofen. Wenn es trocken herauskommt (Krümel zählen nicht) ist er fertig und kann aus dem Ofen heraus und in deinen Mund hinein. 🙂

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Variationen

Statt Zwetschgen kannst du natürlich auch Pflaumen nehmen. Die Vettern der Zwetschge sind saftiger und weniger süß, eher säuerlich. Streue hier etwas Mehl oder Semmelbrösel auf den ungebackenen Teig, bevor du die Pflaumen darauflegst. So weicht der Saft den Teig nicht zu sehr durch.

Wer es noch süßer und gehaltvoller mag, kann den Teig zuerst mit Vanillepudding bestreichen und dann die Zwetschgen darauf verteilen.  Du kannst deinen Zwetschgenkuchen auch mit Streuseln oder als Zwetschgenkuchen mit Rührteig machen.

Du magst Pflaumen? Probiere doch mal unser Pflaumenkompott, Kaiserschmarrn mit Zwetschgenkompott oder wie wärs mal mit saftigem Pflaumen-Crumble?

Omas Zwetschgenkuchen 2

Omas Zwetschgenkuchen ohne Streusel

5 von 1 Bewertung
Portionen 8 Personen
Kalorien 170 kcal
Gesamtzeit 1 Stunde 40 Minuten

Zutaten

  • 1000 g Zwetschgen
  • 500 g Mehl
  • 40 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillinzucker
  • 50 g Butter
  • 250 ml Milch
  • 1 Stück Eier
  • 40 g frische Hefe
  • 1 EL Zucker & Zimt

Anleitungen
 

  • Für den Teig gib das Mehl in eine große Schüssel. In der Mitte machst du eine Kuhle und bröselst die frische Hefe hinein. Erwärme die Milch handwarm. Gieße vorsichtig ein wenig Milch über die Hefe, bis du einen Brei daraus rühren kannst. Das funktioniert am einfachsten mit einer Gabel. Die restliche Milch stellst du beiseite.
    Verrühre nun in der Mehlkuhle die Hefe mit der Milch.
  • Ist der Hefebrei schön glatt, streust du ein wenig Mehl vom Rand darauf und deckst die Schüssel mit einem sauberen Geschirrtuch ab. Am schnellsten geht der Teig auf, in einer Plastikschüssel mit einem fest verschließbaren Deckel. Stelle ihn an einem warmen Ort.
  • Ist die Hefe etwas aufgegangen (nach etwa 15 Minuten), erwärme die Butter. Sie darf nicht zu flüssig werden. Auf den Hefebrei gibst du nun das Ei, die warme Butter und den Zucker. Erst jetzt gieße langsam die restliche Milch dazu und rühre dabei mit einer Gabel von der Mitte zum Rand. So kommt nach und nach das Mehl dazu und ein Teig entsteht.
  • Knete den Teig in der Schüssel gut durch. Wenn der Teig zu klebrig ist, gibst du ab und zu etwas Mehl dazu.
  • Ist der Teig schön glatt und locker, formst du daraus einen glatten Kloß. Nimm die Plastikschüssel mit dem fest verschließbaren Deckel. Streue etwas Mehl hinein, damit der Teig nicht kleben bleibt. Lege den Teigkloß hinein und lasse ihn an einem warmen Ort für etwa 40 Minuten aufgehen.
  • In der Zwischenzeit bereitest du die Zwetschgen vor. Wasche sie gut ab und entferne die Kerne. Nun schneidest du jede Zwetschgenhälfte an der Spitze ein. So kannst du später besser den Kuchen belegen.
  • Heize den Ofen auf 160°C Umluft oder 180°C Ober-/Unterhitze vor.
  • Ist der Teig auf das doppelte Volumen aufgegangen, rolle ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus. Lege ihn auf ein Backblech und decke den Teig mit einem sauberen Geschirrtuch ab, bis er sich luftig und locker anfühlt. Er soll kleine Blasen schlagen.
  • Nun kannst du darauf nach Lust und Laune die Zwetschgen legen und den Kuchen dann im vorgeheizten Ofen backen. Die Backzeit beträgt 30 bis 40 Minuten.
    zwetschen
  • Vermische danach den Zucker mit dem Zimt zu gleichen Teilen und bestreue damit den heißen Kuchen. Am besten schmeckt dieser herrliche Zwetschgenkuchen, wenn er am gleichen Tag verzehrt wird.
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Das brauchst du:

  • Hefeteigschüssel
  • Backpapier
  • Backblech*

Original auf oma-kocht.de | Aktualisiert: 10. Nov 2023

Wieviele Stücke ergibt dein Kuchen?

3 Gedanken zu „Omas Zwetschgenkuchen“

  1. 5 Sterne
    Einfach Klasse. Vor allem ist hier, im Vergleich zu anderen Rezepten, die Zuckermenge vernünftig bemessen. Den Teig lasse ich immer bei 40 Grad im Backofen gehen. Da kann man (Punkt 2) übrigens auch die Butter in einer Tasse dazustellen, dann wird die Konsistenz genau richtig. 5 Sterne sind eigentlich zu wenig für diesen tollen Kuchen.

      1. Die Mandeln selber mahlen ist natürlich die beste Variante aber etwas mühsam. Einfach gemahlene Mabdeln sind idR nicht entölt, Mandelmehlmeist schon, das steht dann auf der Packung.

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Rezept-Bewertung




Susanne Queck

In unserer Redaktion sorge ich als erfahrene Köchin dafür, dass traditionelle Rezepte von alten Zubereitungsmethoden in die moderne Zeit übersetzt werden. Mein Anliegen ist es, die Rezepte alter Zeit auch für Koch- und Backanfänger einfach aufzubereiten. Zum Autorenprofil. Sieh dir auch den Oma Kocht Pinterest- und Instagram-Kanal an.