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Roggenbrot-Mischbrot-mit-hefe
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Einfaches Roggenbrot ohne Sauerteig 

Sauerteig braucht Zeit, Pflege und ein bisschen Nervenstärke. Ich liebe ihn, keine Frage. Aber es gibt Tage, da muss es einfach schneller gehen. Probiere mal dieses schnelle Roggenbrot-Rezept mit Hefe. Damit gelingt dir ein saftiges Brot mit einer gleichzeitig herrlich knusprigen Kruste. Alles dank dem Wasserdampf-Trick, den ich weiter unten verrate.

Brot backen mit Hefe geht einfach schneller, es ist aber auch kompakter als ein Roggenbrot mit Sauerteig. Eine echte Alternative zum Standard-Brot aus dem Supermarkt oder den Bäckerei-Ketten! Es ist ein mittleres Roggenmischbrot, kein Schwarzbrot und schon gar kein Pumpernickel. Du bekommst ein alltagstaugliches Roggenbrot, das aehr aromatisch ist.

Ehrlich mußte ich an diesem Brot lange probieren, bis es funktioniert hat. Roggen ist schwierig in der Handhabung. Anders als Weizen klebt er, quillt anders aus und bleibt sehr feucht. Einige wurden zu fest, einige zu trocken und innen noch klitschig. DIeses Rezept ist ein verlässliches Alltagsbrot. Kein Schnickschnack.

In Kürze

Wichtigste Zutaten: Roggenmehl (Type 997 oder 1150), Weizenmehl Type 550, Trockenhefe, Wasser, Essig, Salz, Kümmel und Muskat.

Portionen: Ein Laib, etwa 12 bis 14 Scheiben.

Haupthilfsmittel: Eine ovale Brotbackform oder ein Blech, plus eine hitzefeste Auflaufform für das Wasser im Ofen.

Bevor du loslegst:

  1. Wiege das Roggenmehl genau ab.
  2. Benutze handwarmes Wasser, es darf nicht zu heiß sein. Zu heißes Wasser tötet die Hefepilze.
  3. Suche vorab einen warmen, zugluftfreien Platz zum Gehenlassen des Teiges, zum Beispiel auf dem Küchenschrank oder in der geöffneten MIkrowelle mit Licht an. Roggenhefeteig mag es kuschelig warm.
  4. Halte die Auflaufform für das Wasser bereit, damit der Dampfschritt im Ofen später zügig läuft.

Hier sind Tipps & häufige Fehler beim Brotbacken.

Einfaches Roggenbrot ohne Sauerteig

Vorbereitungszeit15 Minuten
Zubereitungszeit1 Stunde
Gehzeit 2 Stunden
Gesamtzeit3 Stunden 15 Minuten
Menge1200 g

Zutaten

  • 500 g Roggenmehl, Type 997 oder 1150
  • 200 g Weizenmehl, Type 550
  • 500 ml Wasser, handwarm
  • 1 Packung Trockenhefe
  • 2 TL Salz
  • 1 EL Essig
  • 1 TL Kümmel
  • 1 TL Muskat
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Anleitungen

  1. Du musst zunächst alle Zutaten vermischen: Roggenmehl, Weizenmehl, Wasser, Trockenhefe, Essig, Salz und jeweils Muskat und Kümmel.
  2. Die Mischung knetest du 2-3 Minuten lang zu einem gleichmäßigen Teig.
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  3. Du legst den Teig zu einer Kugel geformt nun in eine große Schüssel und benetzt die Oberfläche kurz mit dem Pflanzenöl. Dies beugt der Hautbildung vor. Nun legst du ein Küchentuch darüber und lässt ihn 2 Stunden an einem warmen Platz gehen. Dafür bieten sich möglichst hochgelegene Stellen in deiner Küche an, zum Beispiel auf einem Schrank.
  4. Das Volumen des Teiges sollte sich nach der Gehzeit nahezu verdoppelt haben. Nimm am besten kein Gärkörbchen, denn das lässt sich sehr schwer wieder vom klebrigen Roggenteig trennen.
  5. Nun knetest du den Teig noch einmal für 1 Minute leicht durch und formst einen Brotlaib und legst ihn entweder auf ein Blech mit Backpapier oder einfacher noch in eine ovale Brotbackform.
  6. In jedem Fall lässt du den Teig nochmal eine halbe Stunde gehen.
    roggenteig-roh-gegangen
  7. Bereite eine Auflaufform oder ein anderes ofenfestes Gefäss vor und gib etwa 1l Wasser hinein. Heize den Ofen nun auf etwa 200°C Ober- und Unterhitze vor und stelle die Auflaufform mit dem Wasser auf den Boden des Ofens. Lasse alles für etwa 15 Minuten aufheizen.
  8. Nun schiebst du den Brotlaib für insgesamt rund 50 – 60 Minuten in den heissen Ofen. Durch das Wasser dampft es ordentlich im Ofen, aber das sorgt für eine gute, krosse Kruste. Beachte aber den nächsten Schritt!
    🕒Wecker stellen
  9. Nach 10 Minuten schaltest du die Ofentemperatur auf 180°C herunter und machst einmal kurz die Ofentür auf, um den Dampf abzulassen.
  10. Öffne den Ofen danach während des weiteren Backens nicht! Das ist ganz wichtig! Erst wieder, wenn du etwa 10 Minuten vor dem Ende der Backzeit die Wasserschale aus dem Ofen nimmst.
  11. Nach der Backzeit kannst du den Brotlaib herausnehmen. Er sollte sich beim Klopfen auf die Unterseite hohl anhören. Lasse ihn auf einem Gitter ruhen. In dieser Ruhezeit nach dem Backen festigt sich die Kruste und wird stabil. Guten Appetit!
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Nährwerte100 g
Kalorien250 kcal
Kohlenhydrate53 g
Eiweiß7 g
Fett 1 g
Einfaches Roggenbrot ohne Sauerteig  1Susanne Queck

Omas Gelingtipps

Bei Roggenteigen ist die Gehzeit das A und O. Da Roggenmehl weniger Klebereiweiß (Gluten) hat als Weizen, braucht die Hefe ein bisschen länger, um das Brot schön fluffig zu machen.
Kruste: Nimm die Wasserschale zehn Minuten vor Ende aus dem Ofen und lass das Brot die letzte Phase trocken zu Ende backen. Der Dampf hat seine Arbeit getan, das Brot ist aufgegangen. Jetzt darf die Kruste fest und richtig kross werden.
Sieh dir das Brot in den letzten Minuten von aussen an und nimm es heraus, wenn es den gewünschten Bräunungsgrad erreicht hat. Da jeder Ofen anders ist, kann die genaue Backzeit variieren.

Danke fürs Nachkochen!

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Noch mehr Gelingtipps zum Rezept

Tricks, wie du am besten mit dem klebrigen Roggenteig umgehst:

  1. Nimm zum Kneten deine Handballen, besser nicht die Finger.
  2. Halte deine Hände immer sehr feucht, einige Hobbybäcker schwören auch auf etwas Öl im Händewasser.
  3. Nimm einen Teigschaber, um den Teig in die Backformen zu bringen.
  4. Auf Kunststoffunterlagen klebt der Teig weniger als auf Holz.
  5. Wenn der Teig zu klebrig geworden ist, stelle ihn für etwa 15 Minuten abgedeckt in den Kühlschrank und knete dann weiter.
  6. Immer alles gut bemehlen.

Du kannst natürlich auch eine Reihe kleiner Brötchen anstatt einen ganzen Laib Brot backen. Forme den Teig einfach zu etwa Handteller-großen Brötchen und gib sie in den Ofen. Der Teig für das Brot sollte etwa 8-10 Brötchen ergeben.

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Roggenbrot mit Trockenhefe oder frischer Hefe

In unserem Rezept nutzen wir Trockenhefe als Triebmittel. Wenn du frische Hefewürfel anstelle von Trockenhefe nimmst, musst du die Mengen variieren. Du kannst aber auch einen eigenen Roggen-Sauerteig nehmen. Wie du einen eigenen Sauerteig ansetzt, erfährst du in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung für Roggen-Sauerteig.

Brot backen im Brottopf

Besonders kross wird das Brot, wenn du es in einem Brottopf backst. Darüber hinaus sparst du dir das Bedampfen im Ofen.

Die 3 größten Stolperfallen

SOS: Wenn der Teig zu klebrig ist

Bei der Verarbeitung von Roggenmehl ist ein klebriger Teig normal. Denn das Gluten im Weizenmehl, das für einen stabilen Teig sorgt, fehlt dem Roggenmehl. Mit viel Übung und ausreichend Mehl bekommst du das in den Griff.

Welches Mehl geht am besten?

Wie auch beim Weißbrot ist das Mehl die wichtigste Zutat. Nimm hier am besten gutes Bio-Roggenmehl vom Typ 997 oder, für eine kernigere Variante 1150. Für einen ausgewogeneren Geschmack und höhere Elastizität empfehlen wir außerdem, dem Teig auch etwas Weizenmehl vom Typ 550 beizumischen.

Reste richtig aufbewahren

  • Bei Raumtemperatur: Schlage den angeschnittenen Laib in ein sauberes Küchenhandtuch oder eine Papiertüte und lege ihn mit der Schnittfläche nach unten auf ein Brett.
  • Im Brotkasten: Ein Kasten aus Holz oder Ton hält die Feuchtigkeit im Gleichgewicht. Plastiktüten meide ich, darin wird die Kruste weich und das Brot schimmelt schneller.
  • Einfrieren: Am besten in Scheiben. So nimmst du nur, was du brauchst. Zum Auftauen die Scheiben kurz im Toaster geben.

Reste verwerten

  • Brotsuppe: Aus trockenen Scheiben zauberst du eine sättigende Brotsuppe, das preiswerteste Resteessen überhaupt.
  • Geröstete Croûtons: Würfele das alte Brot, röste es mit etwas Butter in der Pfanne an und du hast knusprige Croûtons für Salat und Suppe.

Probiere auch unsere Laugenbrötchen, unser Weizenmischbrot mit Sauerteig oder das weiche Weißbrot.

Schlagwörter:
Susanne Queck

Susanne Queck

Als Rezeptentwicklerin und Fachautorin mit über 15 Jahren Erfahrung widme ich mich traditionellen Rezepten für die moderne, heimische Küche. Mein Anliegen ist es, sie sowohl für erfahrene Hobbyköche als auch Einsteiger verständlich aufzubereiten und ausgiebig zu testen. Damit jeder zu Hause das gleiche Ergebnis hat. Zum Autorenprofil.

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4.84 von 659 Bewertungen (624 Bewertungen ohne Kommentar)
113 Kommentare

5 Sterne
Gute Anleitung, danke! Ich nehme gerne 2 Esslöffel Rapsöl in den Teig und je1 Handvoll Rosinen, je 50 g Nüsse nach Bekömmlichkeit und Wahl am liebsten Mandeln und Walnusskerne, 3-5 getrockneteFeigen und Aprikosen in kleinen Würfeln. Das ergibt ein sehr gutes Nuss-Früchtebrot. Es passt zu Geräuchertem Fleisch wie Schwarzwälderschinken oder Südtiroler Schinkenspeck oder Käse, mit Butter und Honig oder Konfitüre. Ich verschenke es oft und alle sind begeistert.

Hallo, das sind tolle Ideen, danke dafür! 🙂

du musst das Mehl Stück für Stück einrühren bzw. kneten, vllt liegt’s daran^^

Ich habe es heute ausprobiert aber noch nicht fertig gebacken. Den Löffel Öl habe ich so verstanden, das er zum benetzen des Teiges da ist und nicht zum unterkneten. Bin über die Kommentare drüber gestolpert. Soll das Öl in den Teig verarbeitet werden? Steht gar nicht bei den Zutaten die vermengt werden sollen aber alle ausser das Öl benannt werden, deshalb dachte ich ja es ist zum benetzen da. Ich hoffe es klappt trotzdem. Finde euer Rezept liest sich toll und bin gespannt.

Hallo Susanne, tolles Brotrezept. Sieht tatsächlich lecker aus. Vor allem hast du alles toll beschrieben. Es ist bereits in meiner Liste eingetragen. Am Wochenende wird es dein leckeres Brot geben. Vor allem mit dem Kümmel, das gefällt mir.
Weiterhin viel Erfolg und alles Liebe, Gerhard

Super lecker! Hat auf Anhieb geklappt. Selbst gebackenes Brot ist einfach das Beste. Wenn mir das Brot so gut schmeckt, esse ich es am liebsten einfach nur mit Butter. LG!

5 Sterne
Traum!!

Kann ich das Brot auch im Topf backen?

Hallo Manuela, ja, das kannst du auf jeden Fall.

5 Sterne
Tolles Rezept
Hat super geklappt & schmecken tut es auch

Hallo, ich backe das Brot heute zum zweiten Mal. Ist beim ersten Mal sehr gut geworden und war auch am zweiten Tag noch sehr frisch. Meiner Familie hat es geschmeckt.

Einen recht schönen Abend Susanne
Ich backe dieses Brot nun schon längere Zeit, es schmeckt, es schmeckt sogar der ganzen Familie und das heißt schon was.
Ich habe seine Backzeiten, oder besser die Zeiten des Backofens erkundet und festgelegt.
Es wird zeitgenau immer gleich mit einer Küchenmaschiene und Händen geknetet ….
Aber so alle paar Wochen geschied es, nach dem Backen kann ich das fertige Brot mit leichter Hand locker in Teilen auseinander nehmen.
Es sieht so aus als hätte ich drei verschiedene Teigarten zusammen gelegt….
Jetz bist Du dran, was läuft da falsch?

Bg Fred

PS.
Sollte ich es einmal ins Wasser legen? ????