Zum Inhalt springen
Mengenumrechner

Mengenangaben umrechnen

Schnell umrechnen

17 g 2 Esslöffel Mehl, gestrichen

Alle Werte sind Richtwerte für gestrichene Löffel. Für Gewürze, Bindemittel und Soßen reichen sie völlig aus. Beim Hauptbestandteil eines Teigs, also Mehl, Zucker und Butter, wiegst du besser ab.

Der häufigste Fall

Wie viel ist ein Esslöffel?

Das kommt auf die Zutat an, und der Unterschied ist größer, als die meisten denken. Ein Esslöffel Kräuter wiegt fünf Gramm, ein Esslöffel Tomatenmark achtzehn. Wer beides mit derselben Zahl umrechnet, liegt um mehr als das Dreifache daneben.

Ein Löffel gilt als gestrichen, wenn du mit einem Messerrücken über den Rand ziehst. Gehäuft bedeutet ungefähr das Anderthalbfache, bei feinen Pulvern eher das Doppelte.

Merk dir das

Eine Prise sind ungefähr ein halbes Gramm, eine Messerspitze knapp ein Gramm. Beide Angaben stammen aus einer Zeit, in der niemand Gewürze abgewogen hat, und beide funktionieren bis heute, weil es dabei auf ein Zehntelgramm nicht ankommt.

Die unsichere Größe

Wie viel ist eine Tasse?

Dafür gibt es keine Norm. „Eine Tasse Mehl“ meinte in jedem Haushalt etwas anderes, und genau deshalb steht die Angabe in so vielen alten Rezepten: Es war die Tasse, die im Schrank stand, und die Urheberin hat immer dieselbe benutzt.

Kaffeetasse
125 ml
Tasse
150 ml
Wasserglas
200 ml
US-Cup
237 ml

Denkfehler

Eine Tasse ist ein Volumenmaß, kein Gewicht. Eine Tasse Mehl wiegt rund 86 Gramm, eine Tasse Reis hundertdreißig. Wer die Tasse einfach durch „150 Gramm“ ersetzt, hat beim Mehl zwei Drittel zu viel im Teig.

Die häufigste Lücke

Welche Eiergröße meint das Rezept?

Fast keins nennt sie. Wenn nichts dabeisteht, ist Größe M gemeint, das ist die Standardannahme in deutschen Rezepten.

KlasseMit SchaleOhne Schale
Sunter 53 grund 42 g
M53 bis 63 grund 50 g
L63 bis 73 grund 58 g
XLab 73 grund 65 g

Ein M-Ei ohne Schale teilt sich in etwa achtzehn Gramm Eigelb und zweiunddreißig Gramm Eiweiß. Das ist die Rechnung, die du brauchst, wenn ein Rezept „zwei Eigelb“ verlangt und du nur ganze Eier hast.

Eier direkt vom Hof fallen oft deutlich kleiner aus als sortierte Ware. Bei drei Eiern kommen so schnell dreißig Gramm Unterschied zusammen, und das entscheidet beim Mürbeteig darüber, ob er sich ausrollen lässt.

Handelsgrößen

Wie viel ist ein Päckchen?

Diese Größen sind seit Jahrzehnten stabil, deshalb rechnen Rezepte damit, ohne sie zu nennen.

AngabeMengeReicht für
1 Päckchen Backpulver16 g500 g Mehl
1 Päckchen Vanillezucker8 g500 g Mehl
1 Päckchen Puddingpulver37 bis 40 g500 ml Milch
1 Päckchen Trockenhefe7 g500 g Mehl
1 Würfel frische Hefe42 g500 g Mehl
1 Blatt Gelatinerund 1,7 gsechs Blatt für 500 ml
1 Päckchen Sahnesteif8 g200 ml Sahne
1 Stück Butter250 g
1 Becher Sahne200 ml
1 Becher Schmand200 g
1 Packung Quark250 oder 500 g
1 Dose Tomaten400 grund 240 g Abtropfgewicht
1 Würfel Brüherund 10 g500 ml Wasser

Der Klassiker

Frische Hefe in Trockenhefe umrechnen

1 Würfel frische Hefe, 42 g2 Päckchen Trockenhefe, 14 g
½ Würfel frische Hefe, 21 g1 Päckchen Trockenhefe, 7 g

Die Faustregel lautet: Trockenhefe wiegt ein Drittel der frischen Menge. Was dabei gern untergeht: Die Gehzeit ändert sich mit. Trockenhefe braucht in der Regel etwas länger, bis sie in Gang kommt, dafür verzeiht sie kühlere Küchen besser.

Aus der Praxis

Frische Hefe braucht keinen Vorteig, das ist ein Rest aus einer Zeit mit schwächerer Hefe. Trockenhefe rührst du direkt ins Mehl, nicht in die Flüssigkeit.

Beim Kochen

Wie viel Stärke oder Mehl zum Binden?

Die Angabe „etwas Stärke“ steht in unzähligen Rezepten und meint fast immer eine dieser Mengen.

Für 500 ml FlüssigkeitMengeErgebnis
Speisestärke1 EL, 9 gleicht sämig
Speisestärke2 EL, 18 gdeutlich gebunden
Mehl, als Mehlschwitze2 EL, 17 gsämig, mit Eigengeschmack
Mehlbutterje 20 g Butter und Mehlsamtig, für Soßen
Grieß, für Suppen2 EL, 24 gsättigend

Denkfehler

Stärke wird immer erst in kaltem Wasser angerührt, nie direkt in die heiße Flüssigkeit gegeben. Sonst verklumpt sie sofort, und das lässt sich nicht mehr rühren, nur noch passieren.

Volumen und Gewicht

Sind 100 Milliliter auch 100 Gramm?

Bei Wasser ja, sonst nur ungefähr. Jede Zutat hat ihre eigene Dichte, und bei manchen ist der Unterschied groß genug, um ein Rezept zu kippen.

Zutat100 ml wiegen
Wasser100 g
Milch103 g
Sahne99 g
Öl92 g
Essig101 g
Honig140 g
Zucker80 g
Mehl, locker57 g
Reis, roh85 g

Praktisch heißt das: Bei Flüssigkeiten kannst du Milliliter und Gramm gleichsetzen, bei Öl und Honig nicht. Und Mehl mit dem Messbecher zu dosieren ist die unzuverlässigste Methode überhaupt, weil es darauf ankommt, wie fest du es hineindrückst.

Aus Omas Rezeptheft

Pfund, Lot und Quäntchen

Diese Maße stehen in handgeschriebenen Rezeptbüchern bis weit ins zwanzigste Jahrhundert. Sie sind eindeutig und leicht umzurechnen, anders als die Tassen weiter oben.

1 Pfund500 g
1 halbes Pfund250 g
1 Viertel125 g
1 Achtel62,5 g
1 Lot16,7 g
1 Quäntchen4,2 g

Warum das Rezept trotzdem nicht aufgeht

Weil richtig umgerechnete Zahlen nicht reichen. Frühere Generationen haben nach Gefühl gekocht und gebacken. Beim Ausrollen kam ungezählt Mehl dazu, die Butter war die, die gerade da war, und der Ofen wurde nach Handgefühl geheizt. Aufgeschrieben wurde nur, woran man sich erinnern musste.

Dazu kommt: Das Mehl von damals war anders ausgemahlen, die Eier waren kleiner, und ein Holzofen backt anders als eine Umluftröhre. Wenn Omas Zettel nicht aufgeht, liegt das nicht an dir und meistens auch nicht am Rezept.

Wenn nichts hilft

Bei alten Teigrezepten korrigierst du am besten über die Konsistenz statt über die Waage. Der Teig soll sich anfühlen wie beschrieben, nicht wiegen wie gerechnet.

Nur wenn du es brauchst

Amerikanische und alte Ofenangaben

US-Rezepte: Cups, Sticks und Fahrenheit

Ein Cup sind 237 Milliliter, also wieder ein Volumenmaß. Deshalb gilt auch hier: Die Grammzahl hängt an der Zutat.

1 Cupin Gramm
Mehl120 bis 125 g
Zucker200 g
Brauner Zucker, festgedrückt220 g
Puderzucker120 g
Butter227 g
Milch240 g
Reis, roh200 g
1 stick butter113 g, ein halber Cup
350 °F175 °C
375 °F190 °C
400 °F205 °C
425 °F220 °C
Mittlere Hitze, gute Mittelhitze, Gasstufen

Alte Rezepte beschreiben die Ofenhitze mit Worten, weil Backöfen keine Gradanzeige hatten. Die Zuordnung ist eine gute Näherung, keine Norm.

AngabeOber- und Unterhitze
Schwache Hitze150 bis 160 °C
Mittlere Hitze175 bis 190 °C
Gute Mittelhitze190 bis 200 °C
Starke Hitze220 bis 250 °C
Gasstufe 1 bis 2140 bis 160 °C
Gasstufe 3180 °C
Gasstufe 4200 °C
Gasstufe 5 bis 6220 bis 240 °C

Für Umluft ziehst du von jeder Angabe für Ober- und Unterhitze rund zwanzig Grad ab.

Der Zettel für die Kühlschranktür

  • 1 EL Mehl 8,5 g, 1 EL Zucker 12,5 g, 1 EL Öl 13 g
  • 1 EL Speisestärke 9 g, 1 EL Reis 15 g, 1 EL Tomatenmark 18 g
  • 1 TL Salz 5,5 g, 1 TL Backpulver 4 g, 1 TL Stärke 3 g
  • 1 Prise 0,5 g, 1 Messerspitze 1 g
  • 1 Ei Größe M ohne Schale 50 g
  • 1 Würfel Hefe 42 g gleich 2 Päckchen Trockenhefe
  • Binden: 1 EL Stärke auf 500 ml Flüssigkeit
  • 1 Pfund 500 g, 1 Tasse 150 ml, 1 Cup 237 ml
  • 100 ml Öl 92 g, 100 ml Honig 140 g, 100 ml Mehl 57 g

Was du wirklich brauchst

Eine digitale Waage mit Tara-Funktion macht diese ganze Seite für neue Rezepte überflüssig. Für alte Rezepte, für amerikanische Blogs und für den Moment, in dem du die Waage gerade nicht dabeihast, bleibt sie trotzdem nützlich.

Mehr zum Verhalten von Teig steht unter Keksteig richtig verarbeiten.

Schlagwörter:
Oma Kocht

Oma Kocht