Pflaumenmus, das aromatische, dunkle Mus aufs Brot ist ein Geschmackserlebnis. Es ist nicht nur süß, sondern bringt durch das starke Einkochen alle Aromen von Pflaumen und Zwetschgen heraus. Probiere unser Pflaumenmus-Rezept gleich mal aus.
Echtes Pflaumenmus, auf 2 Arten selbstgemacht
Zutaten
- 3 kg reife Pflaumen, oder Zwetschgen
- 600 g Zucker, *siehe Bemerkung
- 2 EL Apfelessig
- 1 TL Zimt, optional
- 1 Msp Nelkenpulver, optional
So wird’s gemacht
- Wasche zuerst die Pflaumen oder Zwetschgen sortiere sie aus, entsteine sie Schneide sie dann in kleine Stücke. Gib diese in eine große Schüssel oder Topf.
- Gib nun den Zucker und den Essig hinzu. Vermische alles gut, decke es ab und lasse die Pflaumen/Zwetschgen so für mindestens 3 Stunden ziehen. Der Essig sorgt übrigens dafür, dass die Schalen sich gut auflösen.
- Nach der Ziehzeit püriere alles einmal mit dem Pürierstab durch, so erhältst du ein besonders feines Pflaumenmus. Jetzt hast du zwei Möglichkeiten: Auf dem Herd oder im Backofen einkochen.
Auf dem Herd einkochen:
- Gib die Pflaumenmischung in einen Topf und gib auch die Gewürze hinzu. Koche alles auf kleiner Flamme ohne Deckel für 2 bis 3 Stunden gut ein. Rühre ab und zu um.Rühre im Topf gut um und koche es ohne Deckel. Pflaumen enthalten viel Wasser, das entweichen muss. Sonst dickt es nicht richtig ein.
- Tipp: Lasse dein Pflaumenmus nicht zu lange kochen, denn es dickt noch weiter ein, wenn es abkühlt. Es soll eine zähflüssige Konsistenz haben.
Im Backofen einkochen:
- Heize den Ofen auf 180°C (Umluft 160° C) vor.
- Gib die pürierten Pflaumen mit den Gewürzen in eine hohe Auflaufform. Das ist wichtig, sonst kocht dein Mus über. Stelle sie auf die mittlere Schiene. Stecke einen Holzlöffel in die Ofentür, damit sie ein wenig offen bleibt. Pflaumen enthalten viel Wasser, das entweichen muss.
- Koche es nun im Ofen für etwa 2 Stunden dick ein. Du kannst es nach Belieben danach noch einmal durchpürieren oder so lassen.
Das brauchst du:
- Großer Topf
Susannes Oma-Tipps

Danke fürs Nachkochen!
Hast du Anmerkungen oder Ideen? Lasse doch einen Kommentar hier oder gib eine Bewertung ab.Pflaumenmus ist regional unter verschiedenen Namen wie Latwerge, Powidl (Österreich), Zwetschgenhonig, Leckschmier, Quetscheschläggel, Schmootsch und Kreude bekannt.
Wie viele Gläser bekomme ich aus meinen Pflaumen?
Das ist die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird und ich verstehe warum. Pflaumenmus kocht ordentlich ein! Als Faustregel gilt: Aus 3 kg Pflaumen werden etwa 4 Gläser (à ca. 370 ml/450g). Wer auf Vorrat kochen will, nimmt am besten gleich die doppelte Menge, der Ofen läuft ja sowieso.
Welche Pflaumen nehmen?
Wenn du ein tolles Pflaumenmus kochen willst, müssen die Pflaumen unbedingt richtig reif sein. Das ist in August und September der Fall. Du kannst natürlich auch Zwetschgen nehmen, auch diese sollten aber vollreif sein. Bei Zwetschgen, für Zwetschgenmus, musst du noch einen Schwapp Wasser hinzugeben, da diese weniger Wasser enthalten. Rühre immer gut um, denn Pflaumenmus brennt schnell an!
Pflaumenmus im Backofen
Du kannst dein Pflaumenmus entweder im Ofen oder auf dem Herd einkochen. Hier kommt es auf deine Vorlieben an. Oma hat ihr Pflaumenmus früher im Ofen eingekocht, einfach weil der in Zeiten von Holz und Kohle einfacher über längere Zeit heiß zu halten war als ein Herd. Heutzutage ist ein Herd energiesparender und das Einkochen in einem Topf ist eine gute Alternative.
Schon probiert?
Omas liebste Varianten
Das Grundrezept ist wunderbar, aber ein bisschen spielen darf man schon:
- Weihnachtlich: eine Prise Lebkuchengewürz oder Sternanis dazu.
- Mit Vanille: eine echte Vanilleschote mitkochen macht das Mus wunderbar rund.
- Mit einem Schuss: 100 ml Rum oder Zwetschgenwasser erst ganz zum Schluss unterrühren, für die Erwachsenen.
- Fein-herb: ein Löffel Balsamico oder ein Spritzer Zitrone hebt die Fruchtigkeit und verleiht dem Mus mehr Komplexität.
Häufige Fragen zum Pflaumenmus
Dann muss es einfach noch länger einkochen. Pflaumenmus wird nur durch Verdampfen richtig stichfest, nicht durch Geliermittel. Mach die Löffelprobe: Ziehst du mit dem Löffel eine Rille und läuft sie nicht sofort flüssig zusammen, ist es dein Mus fertig. Denk daran: kalt wird es noch etwas fester.
Heiß in saubere, ausgekochte Gläser gefüllt und sofort verschlossen hält es problemlos ein Jahr und länger. Wer ganz sichergehen will, stellt die gefüllten Gläser noch 30 Minuten bei 130 °C in den Ofen.
Meistens wird es gegen Ende doch zu heiß. Behalte deinen Topf immer gut im Auge und drehe die Temperatur zurück.
Am besten Zwetschgen, die sind fester, weniger wässrig und lassen sich leichter entsteinen. Und immer schön reif, dann wird das Mus von allein süß. Am Ende eignen sich beide Sorten ab gleich gut.
Ohne Zucker
Der Original Powidl wird sogar völlig ohne Zuckersatz gekocht. Da vollreife Pflaumen von Hause aus schon sehr viel Süße mitbringen, ist je nach Geschmack eine Beigabe von extra Zucker nicht unbedingt nötig. Gib nur die Gewürze und etwas Säure hinzu. Anders als Pflaumenmarmelade wird Pflaumenmus ohne Beigabe von Gelierzucker gekocht. Das braucht es auch gar nicht, durch das lange Einkochen wird die Konsistenz von alleine wie gewünscht.

Wozu benutzen?
Neben dem Einsatz als Brotaufstrich beim Frühstück (mit dick Butter darunter), kannst du Pflaumenmus auch hervorragend als Füllung benutzen. Es passt toll zu:
Haltbarkeit
Dick eingekochtes Pflaumenmus, das heiß in saubere Gläser abgefüllt wurde, ist sehr lange haltbar. Wenn kühl und dunkel gelagert sogar mehrere Jahre. Einmal geöffnet, sollte es innerhalb von 1 bis 2 Wochen verbraucht werden. Wichtig ist es hierbei, beim Entnehmen, immer sauberes Besteck zu benutzen. Anzeichen von Verderb sind saurer Geruch, Verfärbung oder Schimmelbildung. Entsorge das Glas dann.










koche es gerade und freue mich auf ein gutes Ergebnis.Danke