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Anisplaetzchen von Oma Rezept

Anisplätzchen wie bei Oma

Omas Anisplätzchen mit ihren kleinen Füßchen sind eine ganz besondere Weihnachtsspezialität. Neben einem fein-würzigen Weihnachtsgeschmack haben sie dieses besondere Aussehen. Hier findest du das gelingischere Rezept und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du die kleinen Füßchen hinbekommst.

Du backst sie zum ersten Mal?

Hier die Kurzfassung:
Du schlägst Eischnee auf, vermischst Zucker separat mit den Eigelben, hebst dann alles vorsichtig untereinander bis du mit dem Mehl und Anis einen Teig hast. Du spritzt diesen in Tupfen auf ein Blech und lässt die Plätzchen 12 Stunden im Raum trocknen. Dann erst bäckst du sie. Sie müssen danach, am besten in Keksdosen, ein paar Tage ruhen und richtig durchziehen, dann sind sie perfekt.

SQ Portrait

Vorbereitung

Eier eine Stunde vor Beginn aus dem Kühlschrank nehmen.

Zwei Bleche mit Backpapier auslegen und ohne Backpapier dünn bemehlen.

Einen ausreichend warmen, sauberen Ort ohne Zugluft freimachen, an dem die Bleche über Nacht stehen können.

Die wichtigsten Zutaten

Neben Mehl, Salz und Vanillezucker kommt es vor allem auf diese drei Zutaten an:

  • Anis macht den besonderen Geschmack aus. Du kannst die Menge annpassen oder ihn auch ganz weglassen, die kleinen Plätzchen sind auch so sehr lecker.
  • Puderzucker statt normalem Zucker: Puderzucker löst sich in der Eimasse viel einfacher auf und sorgt für einen feinen Biss.
  • Die Eier müssen zimmerwarm sein, kalte Eier lassen sich schlechter aufschlagen. Eischnee ist bei diesen Plätzchen das Geheimnis der Konsistenz, da kein Backpulver hineinkommt. Hole deine Eier am besten eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank.

Zeitaufwand

Vorbereitungszeit25 Minuten
Zubereitungszeit18 Minuten
Trockenzeit 12 Stunden
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Menge55 Plätzchen

Zutaten

Zutaten

  • 3 Eier, Größe M, zimmerwarm
  • 1 Prise Salz
  • 220 g Puderzucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 225 g Weizenmehl, Type 405
  • 1½ Teelöffel Anispulver, gestrichen
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Anleitungen

  1. Lege die Backbleche mit Backpapier aus.
    Die alte Methode sieht eingefettete, bemehlte Bleche vor, dies ist aber mit dem modernen Backpapier nicht mehr nötig.
  2. Trenne die Eier vorsichtig und sammele die Eiweiße und Eigelbe jeweils in einer Schüssel. Kommt auch nur ein Tropfen Eigelb ins Eiweiß, wird der Schnee nicht richtig steif, deshalb lohnt es sich, jedes Ei einzeln über einer kleinen Tasse zu trennen.
  3. Gib das Salz zu den Eiweißen. Schlage sie jetzt mit einem Handrührgerät sehr steif. Wenn du die Schüssel umdrehst, soll das Eiweiß unbeeinduckt in der Schüssel bleiben und nicht verrutschen. Stelle die Schüssel beiseite.
  4. Unter dem Rezept findest du eine Anleitung für den perfekten Eischnee.
  5. Siebe nun den Puderzucker auf die Eigelbe und gib den Vanillezucker dazu. Nun schlägst du alles für 8 bis 10 Minuten mi dem Handrührgerät schaumig, bis die Masse hell ist.
  6. Hebe den Eischnee mit dem Teigschaber unter die Eigelbmasse. Ziehe ihn von unten nach oben, statt zu rühren, dann bleibt die Luft drin.
  7. Mische nun das Mehl und Anispulver in einem feinen Sieb und siebe beides darüber. Hebe es nun genauso behutsam unter. Der Teig soll weich sein und vom Löffel fallen, wie dicker Pudding, dann ist er genau richtig.
  8. Setze mit zwei Teelöffeln kleine Kleckse auf die Bleche, etwa 3 cm groß und mit 3 cm Abstand. Sie laufen noch ein wenig auseinander.
    Wenn du es gleichmäßiger magst, nimm einen Spritzbeutel mit glatter Tülle.
    Zerfließen dir die Tupfen noch, warte einfach ein paar Minuten. Der Teig zieht schnell an, nach etwa 10 Minuten ist er perfekt.
  9. Trocknungszeit: Jetzt brauchen die Plätzchen Ruhe.
    Lasse sie offen 12 Stunden bei Zimmertemperatur stehen, über Nacht ist ideal. Decke sie nicht ab und stelle die Bleche an einen Platz ohne Zugluft.
    Wenn es schneller gehen soll, stellst du sie neben die Heizung, dort genügen etwa 3 Stunden. Drehe die Bleche längs nach der Hälfte, sonst trocknet nur die eine Reihe richtig durch.
    Die Oberfläche soll sich nach der Trocknungszeit matt anfühlen und einem leichten Druck mit dem Finger standhalten. Klebt beim Antippen noch etwas am Finger, gib ihnen noch mehr Zeit. Nur eine trockene Haut bringt später die schönen Füßchen.
  10. Heize den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vor. Umluft ist hier nicht optimal, die Luftbewegung stört das Aufgehen.
  11. Schiebe die Bleche auf die mittlere Schiene und backe die Plätzchen 15 bis 18 Minuten.
    Sie sollen keine Farbe bekommen. Nach etwa 6 Minuten kannst du zusehen, wie sich die Füßchen als Sockel bilden, das ist der schönste Moment am ganzen Rezept. 🙂
  12. Beim ersten Blech bleibst du am besten daneben stehen, von weiß nach goldgelb geht schneller, als man denkt.
  13. Nimm die Plätzchen aus dem Ofen und lasse sie auf dem Blech abkühlen. Setze sie erst danach auf ein Gitter.
  14. Die Plätzchen sind zuerst noch sehr hart und müssen noch durchziehen. Je länger sie in einer Dose ruhen dürfen desto besser werden sie.

Kochassistent

Öffnet Rezept im übersichtlichen Kochmodus. Der Bildschirm bleibt an.

Kochassistent

Hilfsmittel

Rührschüssel
Spritztüte
Feines Sieb
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Omas Gelingtipps

Wenn die Füßchen nicht richtig aufgehen:Setze die einzelnen Plätzchen nach dem Trocknen für ein paar Minuten auf ein feuchtes Küchentuch. Die Unterseite nimmt dabei etwas Feuchtigkeit auf. Damit gelingen deine Füßchen beinahe garantiert! Stelle sie dann zurück aufs Backblech und und backe die Plätzchen wie beschrieben. 
Für extra hohe Sockel kannst du das Backpapier auch einfetten und leicht bemehlen. 
Nährwerte1 Plätzchen
Kalorien34 kcal
Kohlenhydrate7 g
Eiweiß1 g
Fett 0.3 g
Anisplätzchen wie bei Oma 1Susanne Queck
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Tipps in Kürze

Unterheben, nicht rühren: Den geschlagenen Eischnee mit dem Teigschaber von unten nach oben ziehend unterheben und die Schüssel dabei drehen.

Der Teig soll schwer vom Löffel fallen: Die Konsistenz soll fast wie dicker Pudding sein. Läuft er beim Spritzen noch sehr stark auseinander, lass ihn weitere zehn Minuten stehen, bevor du weiterarbeitest.

Fingergefühl beim Trocknen: Die Oberfläche deiner Plätzchen soll sich auf Fingerdruck fest und wie Papier anfühlen, dann sind sie bereit zum Backen. Die Uhr ist hier zweitrangig, das Fingergefühl entscheidet.

Löffel oder Spritzbeutel? Mit zwei Teelöffeln aufs Blech gesetzt sind sie etwas rustikaler. Mit dem Spritzbeutel werden sie gleichmäßig rund und die Füßchen auch. Für Plätzchen zum Verschenken nehme ich daher lieber einen Spritzbeutel.

Aufbewahrung und Resteverwertung

In gut schließende Blechdose halten sie 2 bis 3 Monate. Sie werden sogar mit der Zeit immer besser.

Lagere sie getrennt von weichen Plätzchen, sonst ziehen sie deren Feuchtigkeit.

Zerbrochene Plätzchen kannst du fein zerbröckeln und für die Teigmasse für Saftige Rumkugeln aus Kuchenresten verwenden. Auch in die Füllung unserer Gebackenen Bratäpfel passen sie gut.

Häufige Fragen

Der Teig ist fast derselbe. Springerle werden ausgerollt und mit geschnitzten Holzmodeln bedruckt. Das Bild bleibt beim Backen erhalten, weil auch sie vorher trocknen. Anisplätzchen sparen sich das Bedrucken und werden einfach als Tupfen aufs Blech gesetzt.

Ja, bei anderen Eiweißplätzchen wie Springerle ist das sogar traditionell üblich. Die Samen kannst du aufs Blech streuen und dann den Teig daraufsetzen. Für ein gerades und gleichmäßiges Ergebnis nehme ich aber lieber gemahlenen Anis.

So erkennst du, ob dein Eischnees fertig ist

Das Aufschlagen nach Stadium, Zeit bei 2 bis 4 Eiweiß

Eiweiss schlagen anfang

Das Eiweiß ist noch fast durchsichtig, am Rand stehen größere Bläschen. Ziehst du den Schneebesen hindurch, läuft die Spur wieder zu. Es ist noch zu früh für den Zucker.

Der Schnee ist weiß und feiner, hebst du das Rührgerät heraus, entsteht eine Spitze, die gleich wieder umkippt. Neigst du die Schüssel, rutscht die Masse mit.
Jetzt kommt der Zucker hinein.

Eiweiß steif

Die Masse ist jetzt dick, glatt und glänzt wie eine Creme. Die Spitzen am Rührgerät bleiben jetzt stehen, knicken maximal oben leicht ab. Wenn du die Schüssel kippst, bewegt sich nichts.

eiweiss überschlagen

Der Glanz verschwindet und die Oberfläche wird körnig. Die Masse sieht flockig aus und am Schüsselrand kann sich auch etwas Flüssigkeit sammeln.
Wenn es gerade erst körnig wird, hilft es manchmal, ein frisches Eiweiß hinzuzugeben und ncoh einmal kurz auf niedriger Stufe unterzuschlagen. Steht schon flüssiges Eiweiß in der Schüssel, ist leider nichts mehr zu retten.

Schlagwörter:
Susanne Queck

Susanne Queck

Als Rezeptentwicklerin und Fachautorin mit über 15 Jahren Erfahrung widme ich mich traditionellen Rezepten für die moderne, heimische Küche. Mein Anliegen ist es, sie sowohl für erfahrene Hobbyköche als auch Einsteiger verständlich aufzubereiten und ausgiebig zu testen. Damit jeder zu Hause das gleiche Ergebnis hat. Zum Autorenprofil

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