Omas weihnachtliche Honigkuchen (Lebkuchen)

Zu Weihnachten sind selbstgemachte Honigkuchen vom Blech eine wunderbare Überraschung. Diese leckeren Lebkuchenstücke dürfen auf keiner Adventstafel fehlen. Probiere unser einfaches Rezept für Omas festen Honigkuchen.

Omas weihnachtliche Honigkuchen (Lebkuchen) 1

Du kannst den Teig natürlich auch mit lustigen Formen ausstechen und dann backen. Das bleibt ganz dir überlassen.

Was ist Honigkuchen?

Honigkuchen sind traditionelle Lebkuchen mit fluffigerer Konsistenz, die statt sie in lustigen Figuren wie Sternen oder Tannenbäumen zu backen, als eine Lage auf dem Blech gebacken werden und dann in Stücke geschnitten.

Viele Rezepte backen den Honigkuchen wie einen normalen Kuchen, also mit Eiern, Mehl und sogar Backpulver. Dies sind jedoch Varianten aus Ländern wie Belgien, Frankreich oder orientalische Länder.

Die Originalrezeptur aus unseren Breiten sieht jedoch nur Honig, Mehl und Pottasche oder Weizenkleie vor, sowie die jeweiligen Gewürze. Der hohe Anteil an Honig sorgt für saftige Honigkuchen. Unser Rezept orientiert sich an dieser althergebrachten Herstellungsmethode.

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Verschiedene Honigkuchen an einem Marktstand

Original Honigkuchen-Rezept

Honigkuchen werden schon mindestens seit einigen tausend Jahren gebacken. Ihr Name rührt daher, dass Zucker in früherer Zeit einen teuren Rohstoff darstellte, der nicht überall erhältlich war. Deshalb wurde meist Honig zum Süßen genutzt.

Heutzutage wird der Honig im Handel oder in Bäckereien oft durch Invertzucker-Sirup ersetzt, was dem Honig geschmackliche nahe komme, aber eben kein Honig ist.

Wenn du ein echtes Honigkuchen-Rezept selbst machen willst, probiere unseres. Wie Lebkuchen sind Honigkuchen eine Dauerbackware, das heißt sie ist lange haltbar.

Du kannst deine Honigkuchen übrigens auch als Dekoration am Weihnachtsbaum verwenden.

Honigkuchen – ein kleiner Geschichtsabriss

Die lange Haltbarkeit wurde schon vor mindestens 2.000 Jahre geschätzt: In Grabbeigaben in vielen Gräbern der alten Ägypter wurde mit Honig gewürztes Dauergebäck gefunden. Es ist also durchaus keine Erfindung Europas. Erste schriftliche Erwähnung finden die kleinen Leckerbissen in der Zeit um 350 vor Christus.

Honigkuchen werden auch bei uns in vielen Regionen hergestellt, zum Beispiel in Nürnberg, der Lausitz oder Braunschweig. Der berühmte Braunschweiger Honigkuchen muß übrigens mindestens zu 50% aus Honig bestehen. Wenn du bei unserem Rezept also den Rohrzucker weglässt und noch etwas mehr vom Honig hinzugibst, kommst du der Spezialität schon sehr nahe.

Warum Pottasche als Triebmittel?

In den alten Rezepten wird Pottasche als Triebmittel benutzt. Dies hat zwei ganz einfache Gründe:

  • Backpulver war erst ca. im 19. Jahrhundert für den alltäglichen Gebrauch üblich. Es sorgt für ein etwas lockereres Gebäck. Das bringt uns aber zum zweiten Punkt.
  • Mit Pottasche gebackene Honigkuchen sind viel länger haltbar und trocknen nicht so schnell aus. Das ist ein Vorteil gegenüber Backpulver.
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In Würfel geschnitten ist Honigkuchen auch perfekt für ein Schoko-Fondue

Honigkuchen für Lebkuchenhäuser

Du kannst die leckeren Honigkuchen auch für Lebkuchenhäuser nutzen. Streiche den Teig dazu besonders dünn auf ein Backblech und glätte ihn sorgfältig vor dem Backen. Hier ist eine Anleitung für ein Pfefferkuchenhaus.

Mal das ganz Ausgefallenes gefällig?

Stelle mit deinem Lebkuchenteig doch kleine, lustige Lebkuchenhäuschen im Miniformat her, die du auf Tassen und Tellern platzieren kannst! Hier gibt’s die Formen* und Zuckerfiguren* dafür:

In der Kastenform

Du kannst deine Weihnachtsleckerei auch in anderer Form backen. Fülle den Teig zum Beispiel in eine Kastenform in Standardgröße, dann kannst du ihn in Scheiben schneiden.

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Mit schöner weihnachtlicher Dekoration ein echter Hingucker – Honigkuchen aus der Kastenform

Die richtige Lagerung

Fertig gebackene und ausgekühlte Honigkuchen können ohne Probleme für etwa 1 Jahr gelagert werden. Sie müssen dabei kühl und dunkel liegen.

Jetzt aber ran ans weihnachtliche Honigkuchenbacken.

Probiere auch Dominosteine, Elisenlebkuchen oder Engelsaugen.

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Omas altes Rezept für weihnachtlichen Honigkuchen

4.8 von 15 Bewertungen
Portionen 1 Blech
Kalorien 150
Arbeitszeit 30 d 50 Min.

Zutaten
 

Anleitungen
 

  • Schäle zuerst den Ingwer, schneide ihn klein oder reibe ihn grob und gib ihn einen kleinen Topf mit etwas Wasser. Koche alles auf und lasse den Ingwer etwa 5 Minuten lang auskochen. Filtere die Ingwerstückchen mit einem feinen Sieb heraus.
  • Nun den Honig in einem Topf langsam erhitzen und den Zucker (am besten groben) einrühren., bis er aufgelöst ist.
  • Danach auch Salz, die gekochten Ingwerstückchen, Zimt, Muskat, Nelken und die Zitronenschale einrühren.
  • Löse nun die Pottasche in 2 El erwärmtem Wasser gut auf und gib sie zu dem Honigkuchenteig. In einer Schüssel nun diese Mischung gut mit dem gesiebten Mehl verkneten. Arbeite zügig, sonst wird der Teig zu fest.
  • Lasse den Teig in der Schüssel, gib etwas Mehl auf die Oberfläche, lege einen Teller zum Beschweren obenauf und wickele alles in ein Küchenhandtuch ein.
  • Lagere den Teig nun im Idealfall 2 bis 3 Monate an einem kühlen Ort. Er soll seinen Geschmack voll entfalten. Er sollte in jedem Fall mindestens 1 Monat lagern.
  • Heize am Backtag den Ofen auf 180 °C Elektro vor.
  • Nach dieser Zeit: Schneide den Teig in Stücke und knete diese erst einzeln und dann alle zusammen.
    Honigkuchenteig kneten
  • Rolle den Teig dann etwa 1 ½ cm dick aus und backe ihn auf einem gefettetem Blech.
  • Die Backzeit beträgt 25 bis 30 Minuten. Er ist noch ein wenig weicher wenn du ihn herausnimmst, er festigt sich aber noch. Lasse ihn im Blech abkühlen.
    Honigkuchenteig gebacken
  • Erst wenn die Honigkuchen ausgekühlt sein, kannst du sie in Stücke schneiden. Die typische Form sind längliche Rechtecke oder Rauten.

Nährwerte

Serving: 100g | Kalorien: 150kcal | Kohlenhydrate: 30g
Keywords Lebkuchen, Weihnachten
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Bildnachweis: Wenn nicht anders gekennzeichnet: ©Pro Stock Media via Canva.com oder ©Unsplash.com.

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