Gut haushalten – 19 Spartipps für Einkauf und Küche

Die gute Nachricht vorab: Wer die monatlichen Ausgaben für Lebensmittel kürzen möchte, muss keineswegs auf eine gute, ausgewogene Ernährung verzichten oder gar fasten. Denn sowohl beim Lebensmitteleinkauf als auch beim Kochvorgang am Herd lässt sich ordentlich Geld sparen – diese 16 Tipps und Tricks verraten dir, wie.

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Beim Lebensmitteleinkauf sparen – so geht’s!

Suche Rezepte für günstige Gerichte.

Einer der effektivsten Wege, um bei der Ernährung Geld zu sparen, besteht schlichtweg darin, ein wenig am eigenen Speiseplan zu schrauben. Doch keine Sorge, von seinen Lieblingsspeisen muss man sich deshalb nicht verabschieden.

Im Sparkochbuch von Babelli findest du beispielsweise 28 Rezepte für ebenso einfache wie gesunde Gerichte, die dich im Schnitt nicht mehr 1,25 Euro pro Portion kosten. Das E-Book kannst du hier kostenlos downloaden.

Oftmals genügt es, das eigene Kochrepertoire einfach mit ein paar günstigen Gerichten zu erweitern, für die du die Zutaten mehrfach verwenden kannst. Inspiration dazu liefern auch Spar-Rezepte von Mutti und Omi, Internetforen und Low-Budget-Kochbücher.

Billige-rezepte

Führe Buch über deine Einkäufe.

Um sich das eigene Sparpotential erstmal richtig vor Augen zu führen, raten wir euch dazu, einmal im Monat Bilanz darüber zu ziehen, wieviel Geld ihr ausschließlich für Lebensmittel ausgegeben habt. Wer wirklich sparsam lebt, kommt unterm Strich im Schnitt auf eine Summe von nur ein- bis zweihundert Euro pro Person.

Schreibe eine Einkaufsliste.

Vor dem Einkauf lohnt es sich prinzipiell immer, eine Einkaufsliste zu schreiben. Damit stellt man nicht nur sicher, am Herd tatsächlich alle benötigten Zutaten zur Hand zu haben, sondern vermeidet auch, sofern man sich strikt an die Liste hält, unnötige Impulskäufe zu tätigen.

EInkaufsliste-app

Ein Tipp für alle, die öfters mal ihre Einkaufsliste zuhause liegen lassen: Mit einer praktischen Einkaufslisten-App fürs Smartphone habt ihr eure Liste immer bei euch, wenn ihr sie braucht.

Gehe nicht hungrig einkaufen.

Hungrig einkaufen zu gehen hat gleich mehrere Nachteile. Studien zeigen, dass hungrige Leute eher zu kalorienreichen und ungesünderen Produkten greifen und zudem tendenziell größere Mengen kaufen – und somit auch mehr Geld ausgeben. Deshalb solltest du zur richtigen Tageszeit einkaufen oder noch einen kleinen Snack zu dir nehmen, bevor du in den Supermarkt gehst.

Ziehe Discounter anderen Supermärkten vor.

Wer gleich mehrere Supermärkte in der Umgebung hat, sollte zuerst immer beim Discounter einkaufen gehen – man spart dort bei jedem Einkauf beträchtliche Summen.

Produkte, die man beim Discounter nicht bekommen hat, können schließlich immer noch bei einem anderen Supermarkt besorgt werden.

Kaufe günstigere Eigenmarken.

Die Preisunterschiede zwischen Markenprodukten und den supermarkteigenen Sparschiene-Produkten sind teils enorm. Unterschiede in Geschmack und Qualität hingegen sind meist kaum bis gar nicht vorhanden.

In manchen Fällen steckt sogar ein und derselbe Hersteller hinter zwei vermeintlich verschiedenen Marken. Dies ist bekanntermassen zum Beispiel oft bei ALDI der Fall.

Markenvergleich
Schau dir ein interessantes Video dazu auf Youtube an
©Wissenswert

Vergleiche Produkte anhand des Kilopreises.

Merke: Der erste Blick auf das Preisschild trügt.

Denn der groß und fett gedruckte Verkaufspreis einer Ware hat nur bedingt Aussagekraft, wenn es um das Preis-Leistungs-Verhältnis geht. Wer ein Schnäppchen machen will, sollte daher immer auf den Preis pro Kilo achten.

Kaufe Großpackungen.

Größere Packungen sind meist günstiger. Vor allem bei lang haltbaren Lebensmitteln lohnt es sich daher, zum Großformat zu greifen; bei leicht verderblicher Ware hingegen nur dann, wenn diese auch zeitnah verbraucht wird – schließlich hat man mit Lebensmitteln, die in die Tonne wandern alles andere als gespart.

Alternativ kannst du zu große Mengen für eine spätere Verwendung auch portionsweise einfrieren und so trotzdem von Angeboten profitieren.

Nutze Angebote.

Jeder Supermarkt hat immer wieder reduzierte Angebote, die oft wöchentlich wechseln. Schlage bei solchen Angeboten zu und plane deine Mahlzeiten nach diesen Zutaten. ÜBerschüssiges kannst du meist super einfrieren.

Angebote-nutzen

Beachte das Haltbarkeitsdatum.

Lebensmittel, deren Haltbarkeitsdatum kurz vor Ablauf steht, werden im Supermarkt meist mit großzügigen Preisnachlässen angeboten. Auch hier gilt jedoch, nur kaufen, wenn man diese wirklich verbrauchen kann.

Von leicht verderblicher Ware wie Fleisch und Fische sollte man jedoch besser die Finger lassen, wenn das Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis“) bereits überschritten wurde!

Auch bereits marinierte und eingelegte Fleisch- und Fischspezialitäten sollen oft über etwas ältere Zutaten hinwegtäuschen. Mariniere dein Fleisch also immer lieber selbst und kaufe frisches. Das ist auch billiger, denn bei z. B. fertigen Pfannengerichten mit Gemüse bezahlst du den Gemüseanteil zu einem höheren Preis mit.

Übrigens: Ist auf der Verpackung ein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben (erkennbar an der Formel „mindestens haltbar bis“), kann das Produkt durchaus noch eine Weile genießbar sein – einfach öffnen und den Inhalt einem Geruchs- und Geschmackstest unterziehen.

Kräutergarten-kuche
Mit eigenen Kräutern in der Küche spart man eine Menge Geld. Viele Kräuter sind mehrjährig.

Home farming: Baue selbst Gemüse und Kräuter an.

Wer das Glück hat, einen eigenen Garten oder Balkon zu besitzen, kann dort auch selbst einige Gemüse- und Kräutersorten anpflanzen. Auch sonnige Fensterbänke eignen sich perfekt als Standort für einen kleinen Kräuter- und Gemüsegartens in der Wohnung.

Besuche den Wochenmarkt kurz vor Schluss.

In der letzten halben Stunde bevor die Verkaufsstände wieder abgebaut werden mag zwar die Auswahl an Obst und Gemüse nicht mehr so üppig sein wie zu früheren Stunden, jedoch stehen die Chancen gut, dass die Ware dann oft etwas günstiger über die Theke.

Wochenmarkt

Achte auf die richtige Lagerung.

Viele Lebensmittel sind länger halt- und genießbar, wenn sie richtig gelagert werden. Nicht alles, was essbar ist, sollte auch im Kühlschrank aufbewahrt werden. Brot trocknet dort etwa schneller aus, Tomaten verlieren Geschmack und manche Kräuter werden welk. Nicht jedes Obst- und Gemüse ist kühlschrankgeeignet.

Tipps fürs Sparen beim Kochen

Wähle passende Töpfe und Herdplatten.

Die Topfgröße sollte sich immer nach der Menge des zu verarbeitenden Essens richten. Nur auf diese Weise werden Strom und Gas effizient genutzt. Ebenso sollte die Herdplatte zur Größe des Topfes passen. Denn ist die Herdplatte zu groß, löst sich die Wärme wortwörtlich in Luft auf.

Koche mit möglichst wenig Wasser.

Wer weniger Wasser in den Topf gibt, muss auch weniger davon zum Kochen bringen und spart dadurch sowohl Energie als auch Zeit. Bei vielen Lebensmitteln reicht es in der Regel schon, wenn sie mit Wasser bedeckt sind. Dämpfen erhält die Vitamine besser und kommt fast ganz ohne Wasser aus.

Koche mit Deckel auf dem Topf.

Mit Deckel auf dem Topf verbraucht man beim Kochen rund ein Viertel weniger Energie. Denn der Deckel verhindert, dass die Wärme im Topfinneren entflieht – und der Siedepunkt wird schneller erreicht.

Deckel-auf-topf

Koche große Mengen.

Wer größere Mengen kocht, kann die Reste portionieren und für die nächsten Tage aufbewahren. Damit reduziert man die Zeit, die man in der Küche verbringt und spart zugleich auch an Essensgeld für Mittagspausen in der Schule oder Arbeit.

Meal Prep ist das Stichwort, mit dem man seine Mahlzeiten für mehrere Tage vorplant und rationiert.

Spare Strom in der Küche

Achte insgesamt auf eine stromsparende Arbeitsweise in der Küche. Das fängt bei der richtigen Anordnung von Hitze- und Wärmequellen an.

Viele Menschen neigen dazu, Kühlschrank und Herd/Ofen direkt nebeneinander zu platzieren. Das sorgt jedoch nicht nur für einen höheren Stromverbrauch, sondern auch dafür, dass der Kühlschrank schneller vereist und generell schneller verschleist, da er konstant auf Hochtouren laufen muss. Beherzige auch unsere anderen Tipps zum Stromsparen in der Küche.

Kücheneinrichtung
Der Ofen neben dem Kühlschrank lässt den Energiebedarf ansteigen. Durch die Hitze braucht der Kühlschrank mehr Energie, um das Kältelevel zu halten.

Verwerte die beim Kochen angefallenen Reste.

Meist landen die beim Kochen angefallen Reste einfach im Müll – doch das muss nicht sein. Oftmals lassen sich aus den Resten tolle Brühen, Suppen und Smoothies zaubern. Zum Beispiel Spargelsuppe aus Spargelschalen oder Gemüsebrühe aus allen Gemüseresten.

Reichen die Gemüsereste dafür nicht aus, können diese in einem wiederverschließbaren Beutel gesammelt und eingefroren werden; bleibt Gemüsebrühe übrig, kann diese in Eiswürfelform abermals im Tiefkühler verschwinden und bei Bedarf wieder als Zutat für beispielsweise leckere Saucen verwendet werden.

Gemuese-lagern

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