Quitten

Quitten sind die apfelgroßen, hellgelben, aromatisch-duftenden Früchte des Quittenbaumes (Cydonia oblonga). Die Frucht wird in vielen Ländern der Welt auf verschiedene Art und Weise gegessen. Auch im deutschsprachigen Raum ist sie zwischen September und November erhältlich.

Sie ist verwandt mit Äpfeln und Birnen.

Woher kommt die Quitte?

Ursprünglich kommen die Quitten aus dem Kaukasus. Schon die alten Griechen jedoch kultivierten Apfel- und Birnenquitten. Sie wurden mit Honig zu Quittenmus gekocht. Sie nannten die Quitte „Melimelon“.

Zur Zeit um 650 n.Chr. wurde die Quitte von den Römern auf Kreta entdeckt. Sie nannten den Kretischer Apfel „Malum cidenium“. Sie wurde ein Symbol der Fruchtbarkeit im Mittelmeerraum.

Quitten im Laden
Foto von Markus Spiske

Seit dem 9. Jahrhundert wurde sie gezielt angebaut und wächst hier als wärmeliebende Pflanze besonders gut. Die größten Anbaugebiete für Quittenbäume sind heutzutage in Asien und Europa.

Weitere Namen für die Quitte im deutschen Sprachraum sind:

  • Kretischer Apfel
  • Kydonischer Apfel
  • Hesperiden-Apfel
  • Venus- oder Adonis-Apfel
  • Baumwollapfel
  • Schmeckbirne.

So kam die Quitte nach Deutschland

Als die Portugiesen von dieser Frucht erfuhren, bauten auch sie Quitten an und nannten sie „Marmelo“. Mit der beliebten Quitte wurde von den Portugiesen Handel betrieben und so landete die beliebte Frucht auch in Deutschland.

Übrigens: Aus dem Wort „Marmelo“ wurde schließlich Marmelade.

Quittenarten

Insgesamt gibt es allein in Deutschland über 50 Quittenarten. Nicht alle sind essbar, es werden nur einige ausgewählte Arten genutzt. Die verbreitetsten essbaren Quitten sind:

Quitten
Apfelquitten

Apfelquitten

Mit ihrer runden Form erinnert diese Quittenart an einen Apfel. Sie sind sehr holzig und eher trocken. Sie haben dafür ein besonders intensives Aroma mit ausgeprägter Säure, was sie perfekt für Quittenkompott oder aromatische Gelees und Chutneys macht.

Die Sorte Konstantinopeler ist die beliebteste Apfelquitte.

Birnenquitten

Birnenquitte
Birnenquitte

Diese Quitten haben eine birnenform mit einem lang zulaufenden Ende. Sie sind weicher als ihre apfelartigen Schwestern und lassen sich besser verarbeiten. Sie haben dafür ein weniger intensives Aroma.

In Deutschland wird die Birnenquitte häufig bevorzugt. Sie ist leichter zu verarbeiten. Die beliebteste Birnenquittensorte ist die ungarische Bereczki.

Für Quittengelee, Kompott und Ähnliches eignet sich allerdings die Apfelquitte besser. Der hohe Pektingehalt bindet besser und ergibt eine homogenere Masse.

Quitten vorbereiten

Am Anfang jeder Verarbeitung steht die Entfernung des typischen Flaums, der sich rund um die Früchte befindet. Nimm ein raues Küchentuch und reibe die Quitten einzeln gut ab. Das genügt schon.

Quitten schneiden

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Für viele Rezepte mit Quitten müssen die harten Früchte erst einmal zerteilt werden. Das kannst du auf verschiedene Art und Weise tun:

  • schneide sie mit der Brotschneidemaschine in Scheiben
  • zerteile sie mit einem scharfen, großen Messer und ordentlich Power
  • Reibe sie mit einer groben Küchenreibe

Schälen

Die Früchte lassen sich mit einem sehr scharfen Kartoffelmesser schälen. Am besten tust du dies mit den ganzen Früchten und zerteilst sie erst hinterher weiter.

Geheimtipp: Wenn die Früchte partout zu hart sind gib sie für 30 Sekunden bei 600 Watt in die Mikrowelle. Sie werden dabei ein wenig weicher und lassen sich hervoragend schälen.

Nach dem Schälen gehören Quitten sofort in Zitronen- oder Essigwasser. Genau wie Apfel werden sie schnell braun und sehen dann unappetitlich aus.

Quitten schalen

Kann man Quitten roh essen ?

Vom Rohverzehr von Quitten wird allgemein abgeraten. Aber das ist nur bedingt richtig. Dies erfolgt oft wegen der Härte und dem hohen Pektingehalt der Früchte. Einige Sorten kannst du aber bedenkenlos roh essen.

Reibe dazu einfach mit einer Reibe feine Scheiben und iss diese. Köstlich!

Aber Achtung: Das Innere der Kerne ist giftig, sie enthalten Blausäure. Entferne deshalb die Kerne vorher.

Quitte als Hausmittel

Trotz der Giftigkeit im Inneren helfen Quittenkerne sehr gut bei Husten und Heiserkeit. Die Schleimstoffe sorgen für eine wohltuende Entlastung.

Wann sind Quitten reif?

Quitte am Baum

Reife Quitten erkennst du an einem schönen, satten Gelb. Wenn die Farbe von Grün auf Gelb wechselt, sind sie bereit für die Ernte.

Meine Quitten sind innen braun

Wenn deine Quitte unversehrt und frisch ist, kannst du die braunen Stellen im Fruchtfleisch einfach entfernen. Sie etnstehen bei der Reifung der Früchte.

Wenn deine Quitten innen braun sind, hast du sie entweder nach dem Aufschneiden zu lange offen liegen lassen oder sie sind verdorben.

Druckstellen, Schnitte und andere Verletzungen der Schale lassen Quitten schnell verderben. Braunes Quittenfleisch fängt schnell an zu faulen. Sie sollten dann nicht mehr verarbeitet werden.

Die richtige Lagerung

Bei einer kühlen und luftigen Lagerung halten sie sich bis zu 8 Wochen. Lege sie am besten auf Zeitungspapier oder ein Küchenhandtuch und stapele sie locker. Die Quitten berühren sich im Idealfall nicht. Erfahre mehr.

Quitten einfrieren

Du kannst geschnittene Quitten auch einfrieren. Sie halten dann bis zu einem Jahr. Sie müssen dazu allerdings geschnitten und blanchiert werden. Die genaue Anleitung findest du hier (Gartenjournal.net).

Sind Quitten gesund?

Quitten sind vollgepackt mit Vitaminen. Wie alle sauren Früchte enthalten sie viel  Vitamin C. Darüber hinaus noch Folgendes:

  • Kalium
  • Natrium
  • Zink
  • Eisen
  • Kupfer
  • Mangan
  • Fluor

Können Quitten nachreifen?

Grüne Quitten können bei Zimmertemperatur langsam nachreifen. Auch gelbe Quitten entfalten bei einer Lagerung von etwa 2 Wochen nach Ernte ihr volles Aroma.

Rezepte mit Quitten

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