Der Trend Convenience Food oder wie sich die Essgewohnheiten geändert haben

Der englische Begriff für Bequemlichkeit lautet Convenience. Demnach bezeichnet der Begriff Convenience Food eine „bequeme“ Mahlzeit, welche bereits vorbereitet wurde. Derartige Convenience-Produkte sind vor allem dann eine Lösung, wenn es mal schnell gehen muss. Diese lassen sich schnell verarbeiten, wodurch die Zubereitung von Mahlzeiten erleichtert wird.

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Doch sind Convenience-Produkte wirklich alle so schlecht wie der Ruf der ihnen vorauseilt? Die Antwort darauf geben wir in dem folgenden Beitrag. 

Sind Convenience Produkte wirklich alle schlecht?

Pauschal lässt sich nicht beantworten, ob Convenience-Food nun gesund oder ungesund ist, denn dafür gibt es zu viele derartige Produkte, wozu sowohl die Suppe aus dem Beutel als auch der Obstsalat im Plastikbecher gehört. 

Grundsätzlich lässt sich Folgendes festhalten: 

  • Für eine gesunde und vollwertige Ernährung sollten die verwendeten Lebensmittel möglichst natürlich verarbeitet und nicht behandelt werden. 
  • An den enthaltenen Zusatzstoffen eines Convenience-Produkts lässt sich ganz einfach feststellen, wie sehr ein Produkt behandelt wurde.   

Tiefkühlkost ist besser als ihr Ruf

Wie eine Studie der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) und der Marktforschungsgesellschaft GfK zeigte, bereiten sich rund 42 Prozent aller Menschen in Deutschland fast nie eine warme Mahlzeit zu. Diese Personengruppe greift dagegen häufiger zu Tiefkühlkost und auch traditionelles Fertigessen, das in vielen verschiedenen Variationen erhältlich ist, steht ebenfalls auf dem Speiseplan.

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Da im Alltag häufig Zeitmangel herrscht, schlägt sich dies auch in dem Konsumverhalten nieder. Tiefkühlkost wird häufig kritisch beäugt, ist allerdings besser als sein Ruf. Neben der Zeitersparnis beim Kochen oder Aufwärmen, sind Tiefkühlprodukte in der Regel recht gesund, manchmal sogar mit mehr Nährstoffen versehen, als die frische Variante.

Da Gemüse und Obst direkt im Anschluss an die Ernte schockgefroren werden, bleiben Vitamingehalt, Geschmack und Optik erhalten. Zudem werden hierfür keine ungesunden Konservierungsstoffe verwendet, da diese nicht benötigt werden, um tiefgefrorenes Gemüse haltbar zu machen. 

Vor – und Nachteile von Convenience Food

Kommen wir nun zu den Vor- und Nachteilen von Convenience Food, die wir im Folgenden übersichtlich für dich zusammengefasst haben:

Vorteile:

  • Der geringe Aufwand bei der Zubereitung spart eine Menge Zeit 
  • Convenience-Produkte können auf Vorrat gelagert werden
  • Die Produkte sind saisonunabhängig verfügbar
  • Convenience-Produkte sind leicht portionierbar
  • Zur Zubereitung werden keine besonderen Kochkenntnisse benötigt
  • Convenience-Produkte verursachen wenig Abfall
  • Convenience-Produkte sind relativ preisstabil

Nachteile:

  • Convenience-Produkte können eintönig schmecken
  • Bei einem Convenience-Produkt handelt es sich nicht um eine ausgewogene Mahlzeit
  • Convenience-Produkte weisen zumeist einen hohen Energie- / Salzgehalt auf und beinhalten oftmals  große Mengen  Fett und Zucker
  • Die Qualität der enthaltenen Fette ist in der Regel nicht so gut, da es sich dabei zumeist um gesättigte Fettsäuren und Transfettsäuren handelt
  • Convenience-Produkte beinhalten aufgrund der Verarbeitung weniger Nährstoffe
  • Die Herstellung von Convenience-Produkten verbraucht eine Menge Energie und ist daher ökologisch nicht empfehlenswert
  • Convenience-Produkte sind teurer als frische Lebensmittel
supermarkt

Hochwertige und gesunde Convenience Produkte werden beliebter

Viele Konsumenten verzichten heute auf Tiefkühlpizzen oder Tütensuppen, die mit fragwürdigen Inhaltsstoffen produziert werden. Denn die Anforderungen in Bezug auf Lebensmittel haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Doch das geht zugleich mit der Herausforderung einher, seinen Hunger mit einem möglichst geringen Zeitaufwand zu stillen. 

Somit soll Essen heute nicht nur satt machen, sondern zudem möglichst gesund und hochwertig zubereitet sein. Dafür geben die Kunden auch gerne mal ein wenig mehr aus. Immer mehr Hersteller versuchen sich an dieser Herausforderung und so findet man in den Regalen der Supermärkte heute immer mehr Convenience-Produkte, die über eine hohe Qualität verfügen und mitunter sogar nachhaltig produziert werden.  

Ernährung wird immer mehr zur Lebensphilosophie

Dass der Trend bei den Herstellern von Fertiggerichten zunehmend in Richtung frischer Zutaten, fettarmen Fleisch- oder Fischsorten sowie leichten Soßen und Dressings geht, ist vor allem der gestiegenen Nachfrage an gesunden Snacks geschuldet. Denn Rohkost, Salat, Smoothies, Sushi oder vegane Gerichte liegen voll und ganz im Trend.

Sie schmecken ausgezeichnet und sind sehr gesund. Das liegt unter anderem daran, dass Essen heute nicht nur Nahrungsaufnahme bedeutet, sondern häufig dazu dient, einen Lifestyle zu verkörpern. Das zeigt sich sogar an dem Angebot von Fast-Food-Ketten, die ebenfalls immer häufiger auch Rücksicht auf Kunden nehmen, die Wert auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung legen.  

Natürlichkeit ist in den Kühlregalen Trumpf

In den Kühlregalen nimmt der Anteil an Convenience-Produkten immer weiter zu. Nun schwappt mit dem sogenannten Chilled-Food ein Trend aus Großbritannien und Frankreich auch nach Deutschland über. Dabei handelt es sich um Produkte, die bereits gemischt, gewürzt und gegart wurden und die lediglich kurz aufgewärmt werden müssen.

Chilled-Food enthält keinerlei Konservierungsstoffe und wird bei Temperaturen zwischen 0 und 8 Grad Celsius gelagert. Bereits im Jahr 2011 eröffnete in Köln der erste Convenience-to-go-Supermarkt hierzulande, dem mittlerweile weitere Supermärkte in Düsseldorf, Duisburg und Mönchengladbach folgten. Und in der Zukunft wird die Anzahl solcher Shops mit Sicherheit noch weiter zunehmen. 

Bildnachweis: Wenn nicht anders gekennzeichnet: ©Pro Stock Media via Canva.com oder ©Unsplash.com.

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