Unwiderstehlich süß-saftiges Früchtebrot

Früchtebrot ist ein leckeres und füllendes Frühstück, Dessert oder gesunder Snack zwischendurch. Es hat eine lange Tradition in der Weihnachtszeit und wird, je nach Region in Deutschland, Österreich oder Schweiz Birnenbrot, Hutzenbrot, Hutzelbrot, Kletzenbrot oder auch Schnitzbrot genannt. Du kannst Omas Früchtebrot einfach zu Hause backen.

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Kurze Geschichte des Früchtebrotes

„Birnebrot“, Früchtebrot mit gedörrten Birnen, wurde im oberen Allgäu bereits seit dem Spätmittelalter nach der Christmette gegessen. Dies entsprang höchstwahrscheinlich einem nachvollziehbaren Mangel: So hoch in den Bergen war Mehl knapp und Zucker war teuer. Also suchte man Alternativen.

Das originale Früchtebrot wurde fast ausschließlich ohne Zuckerzusatz und mit sehr wenig Mehl gebacken.

Zu Weihnachten gab es dazu ein Gläschen Schnaps, den Obstler. Das Früchtebrot wurde außerdem an Gäste und Familie verteilt, auch die Knechte und Mägde des Gutes bekamen ihren Teil. Sogar Tiere im Stall erhielten es als sogenannte Maulgabe, die Glück bringen sollte.

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Ein schönes Mitbringsel fürs Fest

Noch heute hat sich die Tradition, Früchtebrot zu Weihnachten als Gastgeschenk mitzubringen, gehalten.

Wie esse ich Früchtebrot?

Das schwere und süße Brot ist gut für verschiedene Anlässe:

  • Zum Frühstück mit Marmelade oder Butter bestrichen.
  • Als haltbarer und füllender Snack zwischendurch oder im Büro.
  • Als Sportler oder Marathonläufer als Kohlehydratversorgung.
  • Als Dessert mit einem guten reifen Käse und einem roten Portwein.
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Früchtebrot in der Kastenform

Du kannst Früchtebrot entweder in einer klassischen Kastenform backen oder einen ovalen Brotlaib mit der Hand formen.

Welches Trockenobst eignet sich?

Ursprünglich wurde das süße Brot mit Dörrobst, meist Birnen oder Äpfeln gebacken. Diese mussten vor dem Backen noch eingeweicht werden. Heutzutage musst du softes Trockenobst nicht mehr einweichen, kannst es aber auch Geschmacksgründen tun, um den Rum besser einziehen zu lassen.

Weihnachtliches Früchtebrot
Wenn du deinem Früchtebrot einen noch weihnachtlicheren Touch geben willst, füge dem Teig 2 Esslöffel Lebkuchengewürz hinzu und lasse die extra Nelken aus dem Rezept weg.

Benutzen kannst du, was schmeckt. Achte darauf, ungeschwefeltes Trockenobst zu kaufen.
Gut geeignet sind:

  • getrocknete Pflaumen oder Zwetschgen
  • Aprikosen und Pfirsiche
  • Datteln, entsteint
  • Feigen
  • Ananas, Papaya oder Mango
  • Rosinen oder Sultaninen
  • Zitronat / Orangeat
  • Apfelringe und Birnen
  • Cranberries und andere getrocknete Beeren

Auch bei den Nüssen kannst du nehmen, was du magst oder da hast. Haselnüsse, Mandeln, Walnüsse, Cashew, Pistazien & Co machen gehackt oder im Ganzen alle eine gute Figur in deinem Hutzenbrot.

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Hartes Früchtebrot wieder weich bekommen

Generell bleibt das Früchtebrot durch das Obst saftig. Deshalb wird es vor dem Verzehr noch für 2 Tage eingewickelt gelagert, denn in dieser Zeit gibt das Obst seine Feuchtigkeit ab. Wenn es jedoch offen gelagert wird, und nicht eingepackt, wird diese Feuchtigkeit an die Luft abgegeben.

Wenn es einmal hart ist, wickele es zusammen mit Apfelschalen oder -Stücken in Alufolie ein und lege es bei 150-160° C für etwa 10 Minuten in den Ofen.

Die richtige Lagerung

Gut verpackt ist Hutzenbrot ungekühlt bis zu 2 Monaten haltbar. Wichtig ist, es luftdicht zu verpacken, am besten in einer Metalldose oder mit Folie umwickelt.

Nach dem Backen muss es erst noch durchziehen. Lasse es komplett auskühlen (das ist wichtig!). Wickele es dann gut in Alufolie ein und lasse es vor dem Anschneiden mindestens 2 Tage lang durchziehen, besser ist eine Woche.

Probiere auch unsere Süßen Rosinenbrötchen, den Traditionellen Hefezopf oder Westfälische Struwen.

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Omas süß-saftiges Früchtebrot

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Portionen 1 Früchtebrot
Kalorien 360
Arbeitszeit 13 Stdn. 30 Min.

Zutaten
 

  • 2 Äpfel groß
  • 2 EL Rohrzucker*
  • 150 g Honig
  • 3 EL Back-Kakaopulver*
  • 2 TL Zimt*
  • 500 g getrocknete Früchte z.B. Rosinen, Datteln, Feigen, Aprikosen
  • 1 Tropfen Rumaroma oder 2 EL brauner Rum
  • 250 g Nüsse
  • 400 g Mehl
  • 1 Packung Backpulver*
  • 1 Prise gemahlene Nelken
  • 1 Prise Salz
  • 100 g geschälte Mandeln

Anleitungen
 

  • Wasche die Äpfel und reibe sie fein. Vermische sie in einer Schüssel mit dem Kakao, dem Zimt und 2 EL braunem Zucker. Gib die Trockenfrüchte in eine andere Schüssel und übergieße sie mit 3 EL heißem Wasser und dem Rum. Lasse beide Schüsseln über Nacht im Kühlschrank stehen und ziehen.
  • Heize am nächsten Tag zuerst den Ofen auf 180° C (160° C Umluft) vor.
  • Die nun weichen Trockenfrüchte kleiner hacken und samt Flüssigkeit zusammen mit den gezogenen Äpfeln und den Nüssen vermischen. Gib auch den flüssigen Honig hinzu. Wenn du festen Honig nimmst, erwärme ihn vorher etwas, damit er flüssig wird.
  • Das Mehl und das Backpulver dazu sieben, dann die Nelken und die Prise Salz hinzugeben. Knete aus allem einen gleichmäßigen Teig. Er soll klebrig sein, alles gut durchnässt aber dennoch relativ zähe.
    Wenn er noch zu flüssig ist, gib mehr Mehl hinzu.
  • Fülle ihn mit einem Teigschaber in einer gefettete Kastenform. Drücke die Mandeln nun in einem schönen Muster in den Teig, so dass sie noch obenauf liegen.
    Backe dein Früchtebrot für etwa 50 – 60 Minuten. Mache die Stäbchenprobe um zu prüfen, ob es gut ist. Stich dabei mit einem Holzstäbchen hinein und ziehe es wieder heraus. Wenn noch flüssiger Teig am Stäbchen klebt, muss es noch etwas länger backen.
  • Nimm es dann heraus und lasse es komplett abkühlen. Wickele es in Alufolie und lasse es vor dem Verzehr mindestens 2 Tage lang durchziehen. Dann ist es perfekt und fertig zum Verzehr.
    Für einen besonderen Kniff kannst du das Früchtebrot vor dem Servieren mit Fruchtgelee bestreichen.

Nährwerte

Serving: 100g | Kalorien: 360kcal
Keywords Trockenobst, Weihnachten
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Bildnachweis: Wenn nicht anders gekennzeichnet: ©Pro Stock Media via Canva.com oder ©Unsplash.com.

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