Westfälische Struwen wie von Oma

Zu Ostern, genauer gesagt am Karfreitag, kommen in einigen Teilen Deutschlands wieder die köstlichen Struwen auf den Tisch. Die gebackenen Hefepfannkuchen mit Rosinen schmecken Groß und Klein. Mit unserem Originalrezept zauberst du diesen Hauch Tradition auch auf deinen Tisch.

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Kurze Geschichte

Struwen, oder auch Struva, wurden erstmals im 11 Jh. in einem kirchlichen Dokument schriftlich erwähnt. Damals sollten sie von den Nonnen zu Ostern, Pfingsten, aber auch Weihnachten zubereitet werden. Heutzutage werden die süßen Hefepfannkuchen nur noch an Ostern und hauptsächlich im Münsterland und Niederrhein verzehrt.

Das macht sie aber nicht weniger lecker! Im Gegenteil: Ich persönlich finde es sehr schade, dass diese Köstlichkeit in anderen Teilen des Landes kaum bekannt ist.

Beilagen zu den Struwen

Das die Struwen inzwischen meist nur am Fastentag Karfreitag gereicht werden, fehlen opulente Beilagen oft ganz. Zimt und Zucker sind ein klassisches Topping. Wer nicht fastet, kann jedoch auch sehr gut Obstkompott oder Vanillecreme dazu essen.

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Die Karfreitags-Kombo: Struwen und Biersuppe

In vielen Haushalten ist es immer noch üblich, eine Biersuppe zu den Struwen zu reichen. Unser Rezept für die süße Biersuppe findest du hier.

Struwen ohne Hefe?

Der typische Geschmack entsteht natürlich nur, wenn du Hefe nimmst. Jedoch kannst du auch eine Version mit Backpulver zubereiten. Ersetze dafür die Hefe mit 1 Päckchen Backpulver. Du musst den Teig dann nicht so lange gehen lassen, 10 Minuten reichen.

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Süße westfälische Struwen von Oma

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Portionen 25 Stück
Kalorien 120
Arbeitszeit 40 Min.

Zutaten
 

  • 500 g Mehl
  • 350 ml Milch
  • 200 g Rosinen oder Sultaninen
  • 1 Würfel frische Hefe 42 g
  • 50 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 100 g Butterschmalz
  • 2 EL Puderzucker

Bestelle die Zutaten für das Rezept bequem nach Hause:

Anleitungen
 

  • Lege die Rosinen oder Sultaninen in etwas warmes Wasser, damit sie sich etwas vollsaugen.
  • Erwärme die Milch ganz leicht in einem Topf (sie soll nur leicht dampfen, nicht kochen). Nimm den Topf vom Herd, lasse ihn kurz abkühlen bis die Milch handwarm ist. Löse nun die Hefe und den Zucker in der Milch auf.
  • Vermische in einer Schüssel das Mehl mit dem Salz und gib die Hefemilch und die Eier dazu. Verarbeite alles zu einem relativ flüssigen Teig. Am besten nimmst du dazu ein Handrührgerät.
  • Decke die Schüssel mit einem Küchenhandtuch ab und lasse dem Hefeteig für 25 Minuten an einem warmen Ort etwas aufgehen. Der Teig sollte jetzt fest sein und gut portionierbar. Gib die Rosinen/Sultaninen dazu.
  • Jetzt geht es an das Ausbraten. Gib etwa die Hälfte des Butterschmalzes in eine beschichtete Pfanne und lasse es heiss werden. Portioniere die Struwen einzeln in die Pfanne und lasse sie auf jeder Seite etwa 2-3 Minuten knusprig-goldbraun braten.
  • GIb sie dann auf ein Küchenpapier zum Abtropfen und brate die nächste Portion. Gib immer mal etwas neues Butterschmalz in die Pfanne.
  • Serviere die Struwen mit Puderzucker bestreut.

Nährwerte

Serving: 1Stück | Kalorien: 120kcal
Keywords Hefegebäck, Ostern
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Bildnachweis: Wenn nicht anders gekennzeichnet: ©Pro Stock Media via Canva.com oder ©Unsplash.com.

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2 Kommentare

  1. Hallo

    keineswegs sind „Struwen“ außerhalb der dir genannten Gebiete nicht vertreten. Im „Rest“ Westfalens sind Sie bekannt unter Püfferchen oder auch Mehlpüfferchen (ohne Hefe!). Im Ostwestfälischen bzw. Lippischen nicht verwechseln mit den Pickert-Arten, diese sind immer mit Hefe und Anteil geriebener Kartoffeln. Bei allen genannten Formen das Topping noch durch Rübenkraut ergänzen und außerhalb der Ostertage zubereiten. Willkommen in Ostwestfalen!
    Für regionale Rezepte also mal über den Tellerrand schauen ;o)

    • Hallo Sven, vielen Dank für deinen Hinweis. Mit dem Rest des Landes meinte ich tatsächlich eher den Rest Deutschlands, nicht nur NRW. 😉 Aber du hast natürlich recht und herzlichen Dank für die Erklärungen.

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