Ricotta ist ein feinkörniges, mildes Milchprodukt, das aus Molke hergestellt wird. Du kannst ihn einfach selbst machen. Er ist vielseitig einsetzbar und verträgt auch ein Erhitzen. Ricotta, der auch als Molkeneiweißkäse bezeichnet wird, schmeckt leicht süßlich.
Verwendung von Ricotta
Der italienische Frischkäse eignet sich für Desserts beispielsweise mit Obst oder für ein fettärmeres Tiramisu ebenso wie als Zutat oder leichte Toppings für Kuchen, als Füllung in Pfannkuchen oder Crêpes oder auch als Brotaufstrich unter Honig oder Konfitüre. Als pikante Zutat verfeinert Ricotta Füllungen für Pasta, Soßen, Dips oder Quiches. Der Frischkäse schmeckt auch als Topping auf Pizzas oder Antipasti.

Unterschied zwischen Ricotta und Hüttenkäse
Ricotta und Hüttenkäse haben einen ähnlichen Geschmack, jedoch eine abweichende Konsistenz. Während Ricotta sehr feinkörnig ist, ist Hüttenkäse eher grobkörnig. Der wesentliche Unterschied besteht aber in der Zubereitung. Hüttenkäse wird aus Milch hergestellt und ist damit ein Frischkäse. Ricotta wird traditionell nur aus Molke hergestellt, die noch einmal aufgekocht wird. Damit ist es genaugenommen kein Frischkäse. Du kannst deinen Ricotta aber auch mit einem Teil Milch machen, das verleiht ihm mehr Masse.
Übrigens: Zitronensaft bei der Zubereitung macht Frischkäse süßlich, wie Ricotta. Wenn du weißen Essig benutzt erhältst du einen neutral schmeckenden Frischkäse.
Lagerung
Wenn du den fertigen Ricotta in ein luftdicht verschließbares Glas füllst, ist er im Kühlschrank ca. 3 bis 4 Tage haltbar.
Probiere auch Brimsen, Frischkäse oder eines der anderen Frischkäserezepte.
Hausgemachter Ricotta
Zutaten
- 1 Liter Molke
- 200 ml Milch
- 1 EL Zitronensaft
oder nur aus Milch
- 1,2 Liter Vollmilch
- ¼ Teelöffel Salz
- 1 Esslöffel frischer Zitronensaft
So wird’s gemacht
Molke aus Milch herstellen
- Wenn du keine Molke hast, mache sie erst einmal selbst. Erhitze die Milch bis sie anfängt zu dampfen. Gib nun 3 EL Zitronensaft hinein und verrühre alles mit einem Holzlöffel gut. Nimm den Topf vom Herd, decke ihn mit einem Handtuch ab und lasse ihn 1 Stunde bei stehen. In der Zeit trennt sich Milchbruch von der Molke.
- Der feste Teil ist jetzt Frischkäse, den du anderweitig verwenden kannst. Schöpfe ihn ab, gib eventuell etwas süße Sahne hinzu und lasse ihn noch weiter in einem feinmaschigen Sieb abtropfen. Verpacke ihn und bewahre ihn im Kühlschrank auf. Die Molke, die übrig bleibt, verwendest du jetzt für den Ricotta weiter.
Ricotta aus Molke
- Gib die Molke, Vollmilch und das Salz in einen Topf und erhitze sie bei mittlerer Hitze auf etwa 80-85° C. Überprüfe die Temperatur mit einem Küchenthermometer.
- Rühre 1 Esslöffel Zitronensaft mit einem Edelstahllöffel oder Schaumkelle behutsam unter, bis die Mischung 90 °C warm ist. Sie soll nicht kochen! Rühre gut durch, immer im Kreis. Bereits nach gut 30 Sekunden gerinnt die Milch und flockt aus. Rühre sehr langsam weiter für etwa 5 Minuten. Du siehst jetzt wie sich viele kleine Eiweißflöckchen bilden, das wird später dein Ricotta.
- Lege in der Zwischenzeit ein Sieb mit einem Käsetuch oder sauberen Geschirrhandtuch aus.
- Schöpfe nun mit einer Schaumkelle die Milchflocken von der Oberfläche ab und gib sie in das ausgelegte Sieb. Wenn alle Milchflocken abgeschöpft sind, lasse sie 10 Minuten lang im Sieb stehen. Stelle die Käseformen/Ricottaformen über dein Küchenbecken auf ein Gitter oder einfach so hinein. Fülle den Ricotta dann in die Ricottaformen, lasse sie weiter abtropfen. Stelle die Förmchen in ein offenes Behältnis, zum Beispiel eine Plastikdose, und stelle sie in den Kühlschrank.
- Nach 3 Stunden im Kühlschrank hat sich der Ricotta abgesetzt und du kannst ihn jetzt essen oder weiterverarbeiten.
Das brauchst du:
- Topf
- Ricotta-Formen
- Schaumkelle aus Edelstahl

Danke fürs Nachkochen!
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Hüttenkäse hat prima geklappt (deswegen hatte ich soviel Molke übrig und wollte dann dem Tipp folgen und Ricotta machen), der Ricotta gelang dann leider gar net…. Es ist nix ausgeflockt! Habe mich eh gefragt, ob dann die „Milchflocken“ zu Ricotta werden, oder der Rest-? Und was passiert mit dem Rest, wenn es klappt -?
Liebe Levina, bei Ricotta kommt es auf die richtige Temperatur der Molke und ständiges Rühren an. Die kleinen Eiweißflocken, die aus der Molke ausflocken, werden dann im Tuch zusammengepresst und das ist dein Ricotta. Die Ausbeute ist je nach Milchsorte tatsächlich weniger als man am Anfang vielleicht denkt. Ultrahocherhitzte (H-Milch) und stark homogenisierte Milch flockt auch oft schlecht bis gar nicht. Die besten Resultate erhältst du mit Frischmilch. Die Molke, die dann übrig bleibt, kannst du so trinken oder auch im Garten als „Pflanzenfutter“ verwenden.