Wenn du keine Molke hast, mache sie erst einmal selbst. Erhitze die Milch bis sie anfängt zu dampfen. Gib nun 3 EL Zitronensaft hinein und verrühre alles mit einem Holzlöffel gut. Nimm den Topf vom Herd, decke ihn mit einem Handtuch ab und lasse ihn 1 Stunde bei stehen. In der Zeit trennt sich Milchbruch von der Molke.
Der feste Teil ist jetzt Frischkäse, den du anderweitig verwenden kannst. Schöpfe ihn ab, gib eventuell etwas süße Sahne hinzu und lasse ihn noch weiter in einem feinmaschigen Sieb abtropfen. Verpacke ihn und bewahre ihn im Kühlschrank auf. Die Molke, die übrig bleibt, verwendest du jetzt für den Ricotta weiter.
Ricotta aus Molke
Gib die Molke, Vollmilch und das Salz in einen Topf und erhitze sie bei mittlerer Hitze auf etwa 80-85° C. Überprüfe die Temperatur mit einem Küchenthermometer.
Rühre 1 Esslöffel Zitronensaft mit einem Edelstahllöffel oder Schaumkelle behutsam unter, bis die Mischung 90 °C warm ist. Sie soll nicht kochen! Rühre gut durch, immer im Kreis. Bereits nach gut 30 Sekunden gerinnt die Milch und flockt aus. Rühre sehr langsam weiter für etwa 5 Minuten. Du siehst jetzt wie sich viele kleine Eiweißflöckchen bilden, das wird später dein Ricotta.
Lege in der Zwischenzeit ein Sieb mit einem Käsetuch oder sauberen Geschirrhandtuch aus.
Schöpfe nun mit einer Schaumkelle die Milchflocken von der Oberfläche ab und gib sie in das ausgelegte Sieb. Wenn alle Milchflocken abgeschöpft sind, lasse sie 10 Minuten lang im Sieb stehen. Stelle die Käseformen/Ricottaformen über dein Küchenbecken auf ein Gitter oder einfach so hinein. Fülle den Ricotta dann in die Ricottaformen, lasse sie weiter abtropfen. Stelle die Förmchen in ein offenes Behältnis, zum Beispiel eine Plastikdose, und stelle sie in den Kühlschrank.
Nach 3 Stunden im Kühlschrank hat sich der Ricotta abgesetzt und du kannst ihn jetzt essen oder weiterverarbeiten.