Von den Semmeln reibst du die Rinde zu Semmelbröseln, die du auf einen Teller gibst. Auf einen zweiten Teller gibst du Mehl. In einem Suppenteller verquirlst du mit einer Gabel die Eier mit der Sahne.
4 EL Mehl, 2 Eier, 4 trockene Weißbrotsemmeln, 2 EL Sahne
Die Schnitzel tupfst du trocken und klopfst sie zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie vorsichtig flach.
4 Kalbsschnitzel à 150 g
Jetzt gibst du Butterschmalz in die Pfanne, erhitzt das Fett auf etwa 170 °C . Es soll an einem Holzstäbchen perlen, dann ist es schön heiß.
250 g Butterschmalz
Dann bepinselst du das Fleisch mit Wasser, salzt es, wendest die Schnitzel im Mehl, ziehst sie durch die Eimasse und wendest sie sorgfältig in den Semmelbröseln.
Salz
Lege die Schnitzel umgehend in das Fett. Bewege die Pfanne nun immer wieder kreisförmig und rüttele leicht. Das Fett soll über das Fleisch schwappen. Du kannst auch mit einem Esslöffel nachhelfen. Brate deine Wiener Schnitzel so, bis sie auf beiden Seiten goldbraun sind.
Dann nimmst du die Pfanne vom Herd, lässt das Fleisch kurz ruhen und legst sie anschließend zum entfetten auf Küchenkrepp.
Die Bio-Zitronen wäschst du unter fließendem heißem Wasser, tupfst sie trocken und schneidest sie in Achtel. Die Wiener Schnitzel richtest du mit den Zitronenachteln und einem feuchten Kartoffelsalat auf vier Tellern an.
2 Bio-Zitronen
Notizen
Preiselbeermarmelade zum Schnitzel findet sich heute oft in der Gastronomie, ist aber ein moderner Brauch. Im Original wurde Schnitzel in Paris und Wien seit Anfang des 19. Jh nur mit der "Wiener Garnitur" serviert. Diese bestand anfangs in Wien nur aus einer Zitronenscheibe, wurde später um Kapern und Sardellenfilet ergänzt. Erlaubte und verbotene Beilagen zu Schnitzel erhitzen manche Gemüter, aber ich bin überzeugt: es ist erlaubt, was schmeckt. Und mancherlei späte Küchenbereicherung ergänzt ein traditionelles Gericht unter Umständen genauso gut, wie Beilagen, die nur aufgrund früherer, regionaler Einschränkungen verfügbar waren.