Chia Samen – das wiederentdeckte Kraftpaket

Ob du es glaubst oder nicht, Oma kocht manchmal mit Chia-Samen! Sie sind nicht nur gesund, sondern geben verschiedenen Desserts eine Konsistenz, die ich einfach mag. Cremig und doch mit ein wenig Knack.

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Woher kommen die Chiasamen?

Chia-Samen stammen von einer Pflanze namens Salvia hispanica, die in Mexiko und Guatemala heimisch ist. Die Samen waren von jeher ein wichtiger Bestandteil der aztekischen- und der Maya-Küche und wurden sogar als Zahlungsmittel verwendet!

Mit der spanischen Besiedlung des südamerikanischen Kontinents gerieten die Samen fast in Vergessenheit. Die christlichen Kolonisten untersagten nicht nur die Verwendung als Opfergabe für „unchristliche Götter“, sondern gleich den gesamten Anbau. So war Chia fast ausgestorben und wurde erst vor etwa 20 Jahren wiederentdeckt. Noch heute wird es ausschließlich in Südamerika angebaut.

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Freigelegter Maya-Tempel: Pyramide des Kukulcán in Chichén Itzá

Die Vorteile von Chia

Chia-Samen sind sehr gesund, machen satt und geben Power. Ob zum Frühstück im Müsli, am Mittag in der Suppe oder abends im Joghurt, das „Gold der Mayas und Azteken“ lässt sich in der Küche vielseitig einsetzen.

Welche Nährstoffe enthalten sie?

Wenn du dein Immunsystem stärken möchtest, den Cholesterinspiegel senken willst, sind Chia Samen optimal geeignet. Die kleinen „Wundersamen“ verfügen über einen hohen Nährstoffgehalt und schenken dir täglich eine Menge Energie. Die glutenfreien Samen tragen zu einer gesunden Ernährung bei, sind reich an Antioxidantien und enthalten zahlreiche essenzielle Aminosäuren.

Die Nährwerte von Chiasamen sind überzeugend. Sie sind eine hervorragende Quelle für Ballaststoffe. Sie enthalten sowohl lösliche als auch unlösliche Ballaststoffe, was bedeutet, dass sie sowohl bei Verstopfung als auch bei Durchfall helfen können. Außerdem enthalten sie Antioxidantien, die den Körper vor Schäden durch freie Radikale schützen können.

Mehr über die Nährwerte von Chiasamen im Detail erfährst du hier.

Was kann man mit ihnen in der Küche machen?

Es gibt viele Möglichkeiten, Chiasamen in der Küche zu verwenden. Der Vorteil ist, dass sie keinen Eigengeschmack haben und variabel sowohl in süßen als auch in salzigen Speisen Verwendung finden.

Man kann sie in Smoothies oder Säfte geben, über Müsli oder Haferflocken streuen, in Joghurt oder in Pudding einrühren und über Nacht quellen lassen.

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Brot mit Nüssen und mit Chia-Samen

Auch in Bratlingen für fleischlose Genießer, in der Hackfleischmasse für gefüllte Paprika oder m Auflauf, alles ist möglich. Du kannst sie auch zum Backen verwenden – füge sie Muffins, Keksen oder Broten hinzu, um sie knuspriger zu machen.

Tipps und Hinweise zu ihrer Verwendung

Hier sind einige Tipps zur Verwendung von Chiasamen

  • Weiche sie in Wasser ein, bevor du sie zum Essen gibst, damit sie sich ausdehnen und eindicken können. Sie saugen sonst zu viel Wasser auf und es ist schwierig, die richtig Menge zu bestimmen.
  • Gib noch weitere Zutaten zu den Chiasamen, damit sie nicht miteinander verklumpen.
  • Beginne als Einsteiger mit einer kleinen Menge Chiasamen und steigere die Menge mit der Zeit. Dein Darm braucht Zeit, sich an die neue geballte Ballaststoffpower zu gewöhnen.

Zum Einweichen gib einfach ein oder zwei Esslöffel Chiasamen in eine Tasse mit reichlich Wasser und lasse sie 15 Minuten lang ziehen.

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Chia-Pudding

Wieviel Chia-Samen pro Tag sind gut?

Allgemein gilt die Faustregel: 15 Gramm trockene Chiasamen am Tag sind für einen gesunden Menschen verträglich und gesund. Darüber hinaus kann es zu unangenehmen Nebenwirkungen kommen. Achte auch darauf, dass du ausreichend trinkst, denn Chiasamen ziehen im Körper noch Wasser.

Wie man sie lagert

Chiasamen können an einem kühlen, trockenen Ort bis zu zwei Jahre lang gelagert werden.

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