Foodtrends: Die Deutschen lieben regionale Produkte

Foodtrends unter der Lupe: Regionale Lebensmittel und Gerichte erleben einen Boom und kommen in Deutschland immer öfter auf den Tisch. In unserer monatlichen Serie beleuchten wir aktuelle Trends beim Essen und Kochen.

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Laut einer forsa-Umfrage aus dem Jahr 2020 legen 83 % Prozent der Deutschen großen Wert darauf, dass ein Lebensmittel aus der Region kommt.

Diese Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft bestätigt, was bei vielen schon ein fester Bestandteil des Einkaufes ist. Ob von Wochenmärkten oder in den regionalen Angeboten der Supermärkte: Wir mögen es nicht nur regional, sondern auch zunehmend saisonal.

Damit setzt sich laut dem Foodreport 2021 der Foodtrend-Expertin Hanni Rützler der Trend zu nachhaltiger Ernährung fort.

Dabei ist zunehmend bewusstes Genießen angesagt. Die Ernährung soll möglichst ausgewogen, gesund und saisonal sein. Zudem sind die kürzeren Transportwege gut für den Umwelt- und Klimaschutz. Auch regionale Rezepte und Gerichte liegen im Trend.

Motto: Was vertraut ist, tut gut und schmeckt am besten.

Was bedeutet regional bei Lebensmitteln eigentlich genau?

Der Wunsch nach regionalen Angeboten wächst ebenso rasant wie die Wertschätzung der lokalen Landwirtschaft, die Vielfalt und Frische zu bieten hat.

Doch einheitliche Normen für den Begriff „regionale Produkte“ gibt es nicht. Werbung etwa in Gemüseläden, Reformhäusern oder Supermärkten, die die Begriffe „regional“, „Heimat“ oder „Region“ enthält, führt daher oft in die Irre.

Regional bedeutet im Kern: Es handelt sich um Rohstoffe oder Lebensmittel aus einer abgegrenzten Region, die auch dort angebaut, verarbeitet, verpackt und vertrieben werden.

Da eine einheitliche Kennzeichnung nicht vorgeschrieben ist, solltest du nach Angaben der Verbraucherzentrale auf die Qualitätszeichen der Bundesländer achten. Das können Siegel von Regionalinitiativen, Regionalfenster oder Angaben des Erzeugers bzw. einer klar abgegrenzten Region sein (z. B. Uckermark).

Ist regional gleich Bio?

Regionaler Anbau bedeutet nicht automatisch Bio-Qualität. Lebensmittel, die frei von Chemie angebaut sind, müsen auch so gekennzeichnet werden. In der Landwirtschaft zeichnet sich jedoch glücklicherweise eine Tendenz zu biologisch zertifiziertem Anbau ab. Am besten fragst du direkt vor Ort nach.

Wo findest du regionale Lebensmittel?

Hofladen

Hofläden

Erzeuger vor Ort genießen besonderes Vertrauen, weil Qualität und Kontrolle garantiert sind. Oft kannst du in Hofläden auch alte und seltene Sorten wie gelbe Bete oder lila Karotten entdecken, die durch die zunehmende Industrialisierung in Vergessenheit geraten sind und mittlerweile wieder gezüchtet werden.

Besonders beliebt sind frisches Obst, Gemüse und Kräuter, die vermehrt direkt beim Bauern gekauft werden. Reif in der Saison geerntetes Obst und Gemüse schmeckt besser, enthält aufgrund der Frische mehr Nähr- und Vitalstoffe und ist meistens auch günstiger als Importware. Weitere Pluspunkte sind, dass du lokale Anbieter unterstützt und dich mit den Lebensmitteln identifizieren kannst.

Allerdings musst du dich nach dem Saisonkalender richten und in einigen Monaten auch Einschränkungen in Kauf nehmen.

Wochenmarkt

Wochenmärkte sind die beste Möglichkeit, eine Auswahl verschiedener Anbieter regionaler Lebensmittel an einem Ort zu finden. Obst, Gemüse, aber auch Honig, Brot und Käse findest du hier in bester Qualität.

Wochenmarkt

Ökokisten – regelmäßig nach Hause geliefert

Zusammenschlüsse von Bauernhöfen und anderen Erzeugern bieten die Abonnement-Lieferung gemischter Kisten nach Hause an. Den Inhalt einer solchen Kiste (z. B. Ökokiste) stellst du dir je nach Saison im Internet selbst zusammen. Die Produkte stammen fast immer von regionalen Erzeugern und werden meist biologisch angebaut.

Vorbestellen und dann abholen

Die Marktschwärmerei ist ein weiteres Konzept, bei dem du über das Internet regionale Lebensmittel bestellen und dann an einem zentralen Sammelpunkt in deiner Stadt abholen kannst.

Selbstpflücke

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Erdbeeren selbst zu pflücken ist bei Groß und Klein beliebt

Sehr beliebt, vor allem bei Familien mit Kindern, sind Selbstpflückanbieter. Hier kannst du selbst über das Feld gehen und Obst und Gemüse in Körbe sammeln. Diese werden dann am Augang gewogen und du bezahlst den Kilopreis. Was beim Pflücken in den Mund wandert, gibt es kostenfrei dazu.

Vor allem Erdbeeren, Heidelbeeren und Äpfel stehen hoch im Kurs.

Gemeinschaftsgärten / Urban gardening

Stadtbewohner können sich auch an Gemeinschaftsgärten beteiligen. Diese Form des gewinnt immer mehr Fans. Beim sogenannten „Urban Gardening“ packen alle mit an und genießen anschließend gemeinsam die Ernte.

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Oder du baust dein eigenes Gemüse eine Saison lang in Mietgärten an – das sind kleine, bereits von den Landbesitzern vorbereitete Gemüsefelder – und nimmst die Ernte mit nach Hause. Als Starthilfe gibt es die dafür notwendigen Informationen, das Saatgut und das Zubehör.

Zu guter Letzt liegt auch der Anbau im eigenen Garten, auf dem Balkon oder in der Küche auf dem Fensterbrett im Trend.

Bildnachweis: Wenn nicht anders gekennzeichnet: ©Pro Stock Media via Canva.com oder ©Unsplash.com.

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